Unwetterwetter

Anders kann man das nicht beschreiben. Seit gestern morgen regnet, schüttet, pladdert es ununterbrochen.

Ohne Witz! Es hat nicht einmal aufgehört, zu regnen.

Wetter.com sagt für unsere Region heute voraus:

14 Grad und mäßiger Regen am Morgen, mäßiger Regen am Mittag, mäßiger Regen am Nachmittag, mäßiger Regen am Abend, mäßiger Regen in der Nacht……

Gefühlte Werte: um 12 Grad! Zur Erinnerung: Heute ist Dienstag, der 25. JULI!

Da bleibt Einem doch die Spucke weg!

Morgens Mittags Abends Nachts
13° / 13° 14° / 13° 14° / 13° 13° / 13°
mäßiger Regen mäßiger Regen leichter Regen mäßiger Regen
90 % | 18.8 l/m²
90 % | 6.1 l/m²
90 % | 4 l/m²
90 % | 5.8 l/m²
NW 25 km/h
Böen 45 km/h
NW 20 km/h
NW 13 km/h
NW 19 km/h
gefühlt 12° / 11°
gefühlt 13° / 11°
gefühlt 13° / 12°
gefühlt 13° / 11°

Jetzt kommt der Oberwitz:

Seit gestern geht es mir körperlich wunderbar! Ich bin wie neu aus dem Ei gepellt!

Keine schwüle Hitze mehr und schon bin ich wie Phönix aus der Asche!

Ist das nicht superblöde?

Ich will Sommer, Mann!

Egal, ob ich auf den Brustwarzen herumkrieche oder mich wie ein Vampir erst nach Sonnenuntergang raustrauen kann!

Trotzdem will ich das so! Sommer, Sonne, Hitzefrei!

Ey, es ist Sommer! Sowas möchte ich bitte bestellen, ohne Sahne, dafür mit Werten jenseits der 25 Grad! Und bitte pronto!

  

Sky und der Kundendienst

Wir waren jahrelang Skykunden, bis es uns auf die Nerven ging, tausend alte Wiederholungen zu gucken, oder im Sommer und im Winter bezahlen zu müssen, obwohl kein Fußball läuft. Noch dazu sind wir am Wochenende viel unterwegs, zwar mit Sky-Go im Gepäck, aber dann ohne die nötige Zeit und Lust, Fernsehen zu gucken.

So habe ich das gekündigt. Wir brauchen das nicht.

Sky hat uns fortan mit Angeboten bombardiert, die aber alle uninteressant waren.

Bis auf letztes Wochenende, da kam ein unschlagbares Angebot::

das volle Programm, alle Pakete, neuer Wlan- Receiver, keine Anschlussgebühr, sechs Monate lang umsonst, dann 29,99€ im Monat.

Okay, dafür kann man das ja gucken, haben wir gedacht und auch telefonisch bestellt.

Was dann folgte, war filmreif!!

Aber lest selbst, das ist mein Brief an die Geschäftsleitung von Sky in Unterföhring, ich habe keine Ahnung, ob das Jemand liest, aber mir gehts eindeutig besser damit!

Die spinnen, doch, die Sky-Leute!

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

am 24.06.2017 haben wir uns  für ihr Premiumangebot entschieden:

die volle Vielfalt ein halbes Jahr lang gratis, ein halbes Jahr lang für 29,99€/Monat.

 

Am 27.06. kam unser Paket mit dem Wlan-Receiver bei uns an. Mit im Paket lag eine Bestätigung unseres Vertrages mit einem monatlichen Preis von 63,99€. Da ist wohl etwas schiefgegangen.

Ich habe  im Kundencenter angerufen, durfte mir etliche Minuten lang u. A. anhören, dass Jason Statham einen neuen Film gedreht hat. Die Dame versprach Änderung der Vertragsdaten.

 

Dann haben wir festgestellt, dass ein Login in das Kundencenter nicht möglich ist, Sky Go nicht nutzbar ist und Sky on Demand darauf bestand, dass wir ein Cinema- oder Entertainment Paket abschließen sollten, was ja im Vertrag eigentlich enthalten sein sollte.

Am 27.06. haben wir ab ca. 18 Uhr mehrfach mit dem Kundendienst telefoniert, natürlich nicht ohne immer wieder zu erfahren, dass Jason Statham einen neuen Film gedreht hat. Das zog sich bis ca. 21:30 Uhr ergebnislos hin. Die Dame von Kundendienst versprach immerhin, unser Problem sofort an die IT Abteilung weiterzuleiten.

 

Heute, am 28.06. erreichte mich eine Mail mit „neuen“ Vertragsdaten, wieder für einen Preis von 63,99€, also genauso falsch wie am Vortag schon.

 

Ich rufe beim Kundendienst an, erfahre u. A. wieder, dass Jason Statham einen neuen Film gedreht hat, schildere mein Problem und werde weggedrückt. Das Gespräch war weg.

Ich rufe wieder beim Kundendienst an, erfahre wieder, dass Jason Statham einen neuen Film gedreht hat und gerate an einen jungen Mann, der herausfindet, dass das System auf eine Seriennummer wartet. Offensichtlich weiß das System nicht, dass wir unsere Geräte schon erhalten haben.

Gut, dann gebe er doch bitte die Seriennummer ein und fertig, alle sind zufrieden.

Das ginge nicht, er verbindet mich mit der „Fachabteilung“, wieder lande ich in der Warteschleife und erfahre, dass Jason Statham einen neuen Film gedreht hat.

Der junge Mann  in der „Fachabteilung“ fühlt sich nicht zuständig, nachdem ich ihm unsere mannigfaltigen Probleme geschildert habe. Er will mich mit der nächsten Fachabteilung verbinden, die ganz sicher!!! helfen kann.

 

Gut, ich lande wieder in der Warteschleife und erfahre u. A. dass Jason Statham einen neuen Film gedreht hat.

Ein von vornherein etwas pampiger junger Mann hört sich wieder meine umfangreiche Geschichte an und konstatiert, dass er mir nicht helfen kann, das Problem muss in die IT.

 

Ja, das wollte doch gestern abend schon die Dame weiterleiten, mit der ich am Abend zuvor telefoniert hatte. Ist nicht passiert.

 

Auf meine Frage, wie lange das dauern soll, antwortet er mir, dass er das nicht weiß. Tage auf jeden Fall.

Wie  bitte? Tage????

Ich frage ihn, wie ein „Neuer Medien“-Anbieter so einen grottenschlechten Service anbieten kann, da wird er richtig pampig und klärt mich auf, dass er ja nun so gar nichts dafür kann.

Ich bitte ihn, mich mit Jemandem zu verbinden, der etwas dafür kann oder der in der Lage ist, überhaupt irgend etwas zu bewegen. Auch das ist nicht möglich.

Ich teile ihm mit, dass er mein Anliegen in die Tonne legen kann, wir schicken das zugesandte Equipment heute zurück.

 

Eigentlich hatte ich heute morgen andere Dinge vor, statt mir wiederholt anzuhören, dass Jason Statham einen neuen Film gedreht hat, was ich übrigens schon gestern mehrfach erfahren hatte. Da hat Sky noch eine mächtige Servicebaustelle.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Kleines Update:

Zunächst kam eine Bestätigung meiner außerordentlichen Kündigung.

Nein, sky aus Unterföhring hat nicht Stellung genommen zu meinem Schreiben, aber ich habe wieder von Sky gehört!

Mit Datum vom 18.07. kam eine 1. Mahnung über 83,29€ mit der freundlichen Bitte, ich solle das überweisen.

Ich bin ratlos, ich habe  keinen Vertrag mit Denen, keine Geräte, keinen Zugang, nichts!

Also schreibe ich eine Mail mit genau dieser Frage: WOFÜR bitte diesen hohen Betrag?

Es kam nichts zurück.

Eine Woche später:

Gleiche Mahnung, gleiches Datum, gleicher Text!

Die haben mir einfach nochmal die gleiche 1. Mahnung geschickt!

Jetzt bin ich nicht ratlos, sondern wirklich sauer!

Ich greife zum Telefon und dieses Mal ist es nicht Jason Statham, der einen neuen Film gedreht hat, sondern irgend Jemand anderes. Willkommen in der Warteschleife, ab hier warten Sie noch 7 Minuten!

Ich lausche gebannt der Warteschleife!

Endlich ist ein Mensch am anderen Ende! Ein junger Mann nimmt sich Meiner an!  Ich schildere ganz ruhig mein Anliegen und werde wieder in die Warteschleife geschickt. Ich kann nicht mal protestieren, da bin ich schon aus der Verbindung gedrückt.

Ich erfahre zum zweiten Mal, was es so Neues gibt bei Sky.

Nach weiteren endlosen Minuten ist der freundliche junge Mann  wieder am Apparat. Ich solle mir keine Sorgen machen, er hätte mit dem zuständigen Mitarbeiter gesprochen, das Mahnverfahren gegen mich wurde jetzt gelöscht. Ich frage nochmal nach:

-„Ganz sicher?“

-„Natürlich, was denken Sie denn von uns?“

Das möchte ich nicht beantworten, ich bleibe misstrauisch und bin gespannt, was die nächsten Tage so bringen werden……

 

Paradoxum

Total verrückt!

Die letzten zwei Tage stieg das Quecksilber bis auf Werte jenseits der 25 Grad. Ich finde das so super! Wir haben so wenig Sommer in unseren Breiten, ich liebe es, wenn die Sonne vom strahlend blauen Himmel brennt, der Asphalt in der Hitze flirrt.

Kurze Hose, keine Socken und keine kalten Finger! Absolut top-herrlich!

Jetzt kommt das Paradoxum:

Vertragen tue ich das Wetter null. Nullkommagarnicht, um ganz genau zu sein.

Ich drücke mich im Schatten herum, bekomme meine Beine nicht mehr mit, verschlafe den halben Tag. Kreislauf läuft im Spargang, mein Verstand auch. Je wärmer die Sonne brennt, umso lahmarschiger läuft meine Gedankenmaschine, ich bekomme Gedanken, Ideen zu fassen, verliere sie wieder und sie verschwinden im Glutofen der Saharahitze.

Meine Sehfähigkeit gleicht sich an die Flimmerhitze auf dem Asphalt an. Ich bekomme es nicht hin, mein Okular scharf zu stellen.

Das ist sogar wissenschaftlich belegt: Uhthoff heißt das Phänomen.

Dauert die Hitze einige Tage an, schmerzen meine Beine, als hätten sich Zahnschmerzen in die Waden verlagert. Dann helfen nur noch kühle Fußbäder.

Trotzdem würde ich niemals auf Hitze und Sonne schimpfen. Es ist schließlich Sommer und ich will jeden Sommertag so gut es eben geht, genießen. Mach ich halt auf Vampir und komme erst nach Sonnenuntergang heraus aus meiner verschatteten Gruft!

Es ist super, bei immernoch 20 Grad im Dunkeln auf der Terrasse zu sitzen und ein Rotweinchen oder etwas anderes Gekühltes zu schlürfen! Kerzenlicht, Sternenhimmel, Grillengezirpe und Mückengesumme.

SOMMER!!

Der vegetarische Selbstversuch

Ich war lange eine „fleischfressende Pflanze“. Ich mochte Fleisch einfach, Schweinefleisch oder Rind, am liebsten Huhn.

Reh, Hase und co kam mir nicht auf den Teller, das zählt alles in die Kategorie „Bambi“ und wird nicht gegessen. Ente und Gans mochte ich auch noch nie.

Aber für eine Scheibe Brot mit Schwartenwurst und darauf noch meterhoch Senf oder für eine Käsekrakauer vom Grill habe ich jederzeit alles Andere stehen gelassen.

Massentierhaltung, Tiertransporte habe ich, wie viele Andere auch, einfach verdrängt.

Es gibt aus meiner Sicht zwei Aspekte die kritisch sind beim Fleischverzehr: die Auswirkungen auf unseren Organismus und die ethischen Gründe.

Was für Auswirkungen und ethische Gründe??? Menschen essen schon immer Fleisch!! Und überhaupt muss man ja von irgendwas satt werden. Nur noch am Grashalm lutschen???? Komische Vorstellung……

Dinge ändern sich. Menschen offenbar auch. Meine Haltung hat sich im letzten Jahr drastisch verändert.

Schweinefleisch schmeckt mir einfach schon seit längerem nicht mehr. Ich mag tatsächlich den Geschmack von Schweinefleisch nicht mehr.

Ich habe festgestellt, dass mir Fleisch nicht mehr guttut. Nach dem Verzehr von Fleisch häufen sich meine Magen-Darm Probleme.

Aber kann ich auf Fleisch wirklich verzichten?

Ich übe mich darin und stelle doch tatsächlich fest, dass es mir besser geht. In zweierlei Hinsicht:

Mein Magen-Darmtrakt bedankt sich mit fast einwandfreier Funktion und moralisch geht es mir auch besser. Ich will mich an dieser schrecklichen Massentierhaltungsmaschinerie nicht mehr beteiligen.

Dazu beigetragen oder den letzten Schliff habe ich bei unserem Fotoshooting in Mainz im Gespräch mit unserem Fotografen Till Gläser und meiner lieben Freundin Paola bekommen. Sie sind beide Veganer und wir haben uns eher locker über das Thema unterhalten und ich bin zu einer Erkenntnis gelangt:

Ich möchte mich an dem, was man unseren sogenannten Nutztieren antut, nicht mehr beteiligen.

Aber klappt das auch? Wo ich doch so gern grille? So ein Hühnchenminutensteak vom Grill ist doch aber lecker…..

Ja, lecker schon, aber jetzt kommt mir immer die Vision von Hühnern in winzigen Ställen, von Küken, die getötet werden, kaum dass sie geschlüpft sind, dazwischen. Vergaste, aufgeschlitzte, zu Tode gekloppte Tiere. Das werde ich irgendwie nicht wieder los…..

Meine Trennung vom Tier als Nahrung läuft noch, hin und wieder schafft es noch ein Hühnchenminutensteak auf meinen Teller, aber ich bin auf dem Weg!!

Und was nicht von der Hand zu weisen ist: es geht mir tatsächlich besser! Also meinem Magen-Darm-Trakt geht es besser! Und zwar erheblich besser!

Mein Magen reagiert seit einiger Zeit extrem empfindlich auf das, was ich esse. Ich habe bei einem „kulinarischen Fehltritt“ wie zuviel tierisches Fett sofort mit Konsequenzen in Form von Magenkrämpfen und Darmproblemen zu rechnen.

Meine Vermutung sind die Medikamente gegen die Restless Legs. Das sind ja keine Vitaminpillen, sondern Targin und Tilidin im Wechsel. Meine Beine schweigen zwar sehr zuverlässig, aber die Nebenwirkungen dieses Zeugs sind nicht von schlechten Eltern. Davon sind auch Magen und Darm betroffen.Steht auch so auf dem Waschzettel, es ist also nicht so, dass die Pharmas einem nicht sagen würden, was man da nimmt.

Aber welche Alternative bietet sich da? Keine, die habe ich ja alle schon durch und auf einen funktionierenden alternativen Ansatz zur Behandlung von Restless Legs bin ich bisher noch nicht gestoßen.

So bin ich auf dem Weg meine Magen-Darm-Gegend milde zu stimmen und gleichzeitig mein Gewissen zu beruhigen. In die Welt des Veganen werde ich es nicht schaffen, aber vegetarisch leben ist für mich eine echte Option geworden.

In diesem Sinne: auf eine steakfreie Grillsaison!

 

Camping-Beute

Unser Camper-Dasein nimmt Formen an! Und was für welche!

Als Camper kommt man nicht um das Mekka der Wohnwagen-/ Wohnmobil-besitzer herum:

Obelink in Holland!

Sehr praktisch, direkt hinter der deutschen Grenze im wunderschönen Gelderland pilgert der Camper gen Obelink, das blaue Imperium in der platten Landschaft.

Es gibt einige sehr schöne Campingplätze in Schlagdistanz des Ladens, das ist sicher KEIN Zufall!

Wir hatten uns den Campingplatz Vreehorst in Winterswijk ausgesucht. Und wir wurden ganz und gar nicht enttäuscht, ein ganz toller Campingplatz! Hier könnt ihr euch informieren:

Camping Vreehorst

Hingefahren, abgehängt, eine Nacht campiert und am nächsten Morgen ging es los. Auf zu Obelink!

Obelink

In meiner Tasche ein langer Einkaufszettel!

Noch bevor wir wirklich in dem Laden drin waren, fanden die ersten nützlichen Dinge schon ihren Weg in den Einkaufswagen.

Ich weiß auch nicht, wie das immer passiert!

Wir schafften es tatsächlich, alle auf dem Zettel stehenden Dinge einzukaufen, wenn auch in drei Anläufen. Ja richtig, wir waren DREIMAL dort!

Einkaufen macht hungrig, da wir aber zu erledigt vom shoppen waren für irgendwas Anderes, haben wir gleich die ansässige Obelink-Gastronomie genutzt. Also, eine richtige Esskultur haben die Holländer definitiv nicht.

Dicke Burger, undefinierbare frittierte Rollen mit irgendwas Matschigem darin, Pommes…war nicht so meins. Aber was solls, andere Länder, andere Essgewohnheiten.

Und was haben wir denn nun alles gekauft?????

Ist ein bißchen schwer zu erkennen, ich zähle mal auf:

ein Vorzelt, das wir direkt in unsere Markise einhängen können, ohne Löcher in die Außenhaut des Wohnis zu bohren. Das war unsere Voraussetzung, wer bohrt schon freiwillig in seinen Wohnwagen???

Abspannseile dafür.

Passend dazu die Schürze für den luftigen Spalt unter dem Wohnwagen mit passender Radabdeckung, die hat sogar Taschen für alles Mögliche zum Verstauen.

Keile in klein und groß, damit das Wägelchen immer gerade steht.
Dazu noch so Erhöhungen, wenn der Boden sehr uneben ist, um verschiedene Höhen auszugleichen (da wäre ich nie drauf gekommen, dass man sowas braucht als Camper!)

Zweimal Zeuchs für den Fäkalientank, damit da nichts riecht und sich sonstwie selbständig macht.
Wischiwaschi für den Wohni, das macht auch gleich die unschönen schwarzen Streifen von den Gummidichtungen mit weg und Acrylputzi für die Scheiben.

Reiniger für die Wasseranlage, damit kein Frosch drin nistet, oder Bakterien oder sowas.

Abspanngurte für unsere Markise, wenn das Zelt da noch mit drin hängt, nicht dass es um- oder überklappt, haben wir im Urlaub gesehen, wie so eine Markise über das Dach geklappt ist: Markise kaputt, Dach beschädigt, sehr unschön.

Eine Verlängerung für die Stützen, damit Mann sich nicht mehr bücken muss, um die Stützen hoch und wieder runter zu kurbeln.

Und einen Fön! Wir besitzen tatsächlich nur einen Fön! Mein Mann braucht ja Keinen, aber ich! Leider unser Sohn auch. Entweder er ohne Fön oder ich….
Also ist ein Fön noch mit in den Einkaufswagen gewandert.

Unser Cadac Grill, der auf dem Foto zu sehen ist, ist nicht vom großen O, da haben wir Glück gehabt, den hat uns unser Campingnachbar in Vreehorst vermacht! Fast neu, nur wenig benutzt, für einen guten Kurs! Camping macht Freunde!

Cadac Safari chef

Aber den passenden Gasschlauch dafür, den gabs natürlich noch beim dritten und letzten Einkaufsanlauf noch vom großen O.

Und was wir auch gekauft haben, sind zwei klappbare Näpfe für unsere Hundedame, eine Fußmatte, an der man sich Steinchen, Dreck und Krümel abtreten kann und bestimmt noch etliche Teile, die ich jetzt vergessen habe, aufzuzählen.

 

 

Die Bahn kommt

Irgendwie musste ich ja nach Mainz zum Shooting kommen, dieses Mal konnte mein lieber Mann mich nicht kutschieren.

Aber warum sollte ich mir Sorgen machen? Fahre ich doch einfach mit der Bahn!

Sonntag nachmittag losfahren und Dienstag abend zurück, was soll da schiefgehen? Es fahren täglich Tausende mit der Bahn und kommen auch an!

Beim Aussuchen und Buchen beschlich mich schon ein mulmiges Gefühl. Ich musste mindestens einmal umsteigen. Raus aus dem Zug, den nächsten Bahnsteig suchen, großen Koffer im Schlepptau, womöglich Zeitdruck! Fetter Kloß im Bauch.

Aber was solls. Bin ja erwachsen, kann mich durchfragen und meine Güte, es fahren ja soooo viele Leute Bahn und kommen unbeschadet an.

In Göttingen bin ich mit meinem Koffer eingestiegen, ohne Sitzplatzreservierung, warum auch? Es ist Sonntag, wer soll da schon den Zug verstopfen?

Von Göttingen nach Fulda ging es problemlos, der Zug war zwar recht voll, aber ich hatte ein Sitzplätzchen und alles schien gut zu gehen. Ich entspannte mich ein wenig.

In Fulda hieß es „umsteigen“! Auch da schien das Glück mir hold! Mein Anschlusszug kam auf dem gleichen Bahnsteig auf dem Nebengleis an! Also alles tutti. Was mache ich mir auch immer für einen Kopf?

Strahlender Sonnenschein in Fulda und ein Bahnsteig voller Menschen! Was war denn hier los? Die Durchsage aus dem Lautsprecher brachte Gewissheit: Was gut beginnt, muss nicht zwangsläufig gut enden! Alte Pfadfinderweisheit!

Mein Anschlusszug hatte 25 Minuten Verspätung, so weit, so schlecht, aber die Folge der weiteren Durchsage war mir ehrlich gesagt, nicht sofort ganz klar:

Am Zug fehlten sage und schreibe 8!!! Waggons!

Die Fahrgäste, die eigentlich diese 8 Waggons besetzen sollten, verteilten sich nun auf den Rest des Zuges. Sehr erbauliches Erlebnis!

Der Zug war schon proppevoll, als er in Fulda ankam. Was sich an Fahrgästen auf dem Bahnsteig befand, samt Kind, Kegel und Koffer, verteilte sich auf die restlichen Quadratmeter des Zuges. Selbstredend, dass aus Fulda zusteigend, NIemand mehr einen Sitzplatz bekam. Ich stieg ein mit meinem Kofferungetüm, kam noch zehn Schritte weit in den Wagen hinein und dann stand ich dort. Alle standen, in allen Wagen scheinbar, es ging keinen Schritt mehr vorwärts und auch nicht rückwärts. Die Dame, die vor mir stand mit ihrem Koffer zwischen den Beinen, hatte eine Sitzplatzreservierung für einen Wagen weiter. Das nutzte ihr ungefähr so viel, wie ein Bikini beim Schlitten fahren! Kein Durchkommen. Der einzige Vorteil der Nudeltopfenge: ich konnte beim besten Willen nicht umfallen, falls meine Beine den Dienst aufgaben. Aber ich hätte niemals die Behindertenkarte ausgespielt, um Jemanden vom Platz hochzuscheuchen. Das kann ich einfach nicht. Also stand ich, standen wir alle bis Frankfurt Flughafen. Über eine Stunde Stehparty im ICE.

Frankfurt Flughafen stiegen fast alle Fahrgäste aus. Offensichtlich stand ich in einem Zug mit lauter Fluggästen, die zum Flughafen wollten. War mir auch egal.

Endlich sitzen für die letzte halbe Stunde bis Mainz!

In Mainz endlich angekommen, bin ich mit meinem Koffer zum Hinterausgang gelaufen, in der Hoffnung, dass es da nicht so voll sein wird. Der Bahnhof war voll, laut und hektisch. In meinem Kopf sauste alles durcheinander, Stimmen, Farben, Leute, die an mir vorbeihetzen.

Hinterausgang Bahnhof Mainz: Regen, Autos, die hupen, und einen Parkplatz suchen, weit und breit kein Taxi, obwohl im Bahnhof ein Hinweisschild darauf vorhanden war.

Die erste kleine verdammte Hektikträne machte sich auf den Weg….

Nein, nein, so schnell nicht!

Zurück mit Kofferungetüm zum Haupteingang, dort raus, dieselbe Hektik überall. Aber endlich ein Taxi!

Ich war im Hotel!

Die Rückfahrt fand am Dienstag statt, kein Problem, da sind die Züge ja leer! Pfft, ich verlasse mich wohl noch auf irgendwelche Aussagen!! Neee!

Sitzplatzkarte gekauft!

Von Mainz bis Fulda war keine nötig, weil der Zug ganz frisch eingesetzt war, und ich kam auch ganz entspannt bis dorthin. In Fulda würde ich 40 Minuten Aufenthalt haben, das wusste ich schon, was ich aber nicht wusste, dass Fulda so einen grottigen Bahnhof hat! Es war inzwischen nach 21 Uhr, es war dunkel, windig und kalt. Der Bahnhof ist recht klein, eng und irgendwie unbelebt. Kein Sicherheitspersonal, Niemand, der ein wenig Sicherheit vermittelte. Zu allem Überfluss kamen einige Jugendliche mit Bierdosen in den Bahnhof. Ich verzog mich auf den Bahnsteig. Dort informierte mich, ja mich, ich war ganz allein auf dem Bahnsteig, eine fröhliche Lautsprecherstimme, dass mein Zug obendrauf nochmal 23 Minuten Verspätung haben würde.

Mist, ich saß hier im dunklen NIrgendwo fest auf einem scheißkalten einsamen Bahnsteig. Güterzüge rauschten vorbei, Wind fegte um jede Ecke, ich habe mich schrecklich gegruselt.

Endlich gesellte sich ein älterer Mann zu mir, ich hatte mich in einen Windfang gerettet, auf den Knien einen Krimi, den ich mir eben noch im Buchladen gekauft hatte. Jetzt waren wir zu zweit allein.

Die Lautsprecherdurchsagentante stifetete Komplettverwirrung, indem sie Züge ansagte, die auf allen möglichen Bahnsteigen halten würden. Es hatte durch die Verspätungen ein Durcheinander gegeben. Zug A hält nicht auf Bahnsteig C, Zug B hält nicht auf Bahnsteig D, sondern umgekehrt und Zug A hält wohl auch noch irgendwo.

Welches war jetzt mein Zug? Zug A, Bahnsteig D?????

Panik. Es geht auf 22 Uhr zu, ich sitze in Fulda und weiß nicht, wo mein Zug hält! Wenn er denn jemals hier ankommt! Kein Bahnmensch zu sehen, nur die fröhliche Tante vom Lautsprecher.

Ein Zug fährt ein. Ein ICE, der nach Berlin will. Ich schnappe meinen Koffer, renne zu der rot behüteten Dame, die Schilderschwenkend am Zug steht. Meine bange Frage:

-„Hält der Zug in Göttingen?“

-“ Ja klar hält der Zug in Göttingen?“

-„Wirklich?????“
Sie sieht mich von oben bis  unten an, ich kann ihre Verachtung richtig spüren. Mit eisiger Stimme teilt sie mir mit, dass sie hier schon ein wenig länger die Schilder schwenkt und ganz genau weiß, welcher Zug wo hält.

Mir ist ihre Laune egal, ich hüpfe in den Zug.
Der Zug war voll. Meine Sitzplatzreservierung war ja nun zum Teufel. weil ich ja im falschen Zug saß! Ich ließ mich ohne Rücksicht auf Verluste auf den einzigen freien Sitzplatz fallen. Es war ein Vierersitzplatz mit einem Tisch in der Mitte. Die Familie, die dort saß, sah mich etwas erstaunt an. Ich sagte nichts und glotzte nur zurück. Die hatten ja nicht eine Stunde lang im finsteren Fulda gesessen.MIch konnte nichts mehr schocken!

Um 23 Uhr kam ich endlich in Göttingen an. Ein großer heller freundlicher Bahnhof, trotz der späten Stunde! Mein lieber Mann hat mich abgeholt, er war bestens über meine Odyssee informiert, dank WhattsApp. Es gab keine Fragen und ich wollte auch auf nichts mehr antworten.

Ich bin zu einer Erkenntnis gelangt: ich fahre lieber Auto….

UND:

Ich will nie mehr nach Fulda!!!

Wintergedanken

Manchmal, wenn ich nicht weiß, worüber ich nachdenken soll, denke ich über das Wetter nach. Oder vielmehr über Jahreszeiten, da denke ich drüber nach.

Winter ist doof. Ich mag weder Schnee noch die dunklen Tage. Ich kann dem Kerzenschein viel mehr abgewinnen, wenn das Lichtlein meinen lauen Sommerabend auf der Terrasse erhellt statt meinen Winterfrust auf dem Wohnzimmertisch noch zu erleuchten.

Ich mag auch die Anklaterei im Winter nicht. Bis ich alles angerödelt habe, von zwei Paar Socken über Jacke, Weste, Handschuhe über den Handschuhen, weil ich neuerdings immer saukalte Hände habe, Mütze, dicke Winterstiefel, Schal und natürlich die Gürteltasche fürs Handy und die Hundeleckerlies, bin ich schon einmal durchgeschwitzt und die erste Euphorie über den bevorstehenden Spaziergang ist verflogen.

Wenn ich so darüber nachdenke, würde mir ein Umzug in wärmere Gefilde gut gefallen. Heute wäre ich nicht mehr so „standorttreu“, ich hätte kein Problem damit, meine Koffer zu packen und gen Süden zu ziehen.

Oder einfach den Wohnwagen anzuhängen und für ein paar Monate hier die Rolläden runterzulassen.

Das mediterrane Norditalienwetter schwebt mir vor. Oder der Südwesten Deutschlands ist auch grundsätzlich am Wärmsten in Deutschland. Allerdings liegt da im Winter auch ordentlich Schnee. In Norditalien auch…..

also noch weiter in den Süden. Spanien zum Überwintern ist groß im Trend, viele pensionierte Camper satteln ihr Fahrzeug und flüchten von November bis April in den Süden. Herrliche Idee!

Allerdings fürchte ich mich vor einer Horde campender Rentner im Süden fast genauso wie vor einem Vampir in den Karpaten.

Ich habe gelesen, dass die Überwinterungscamper nun auch Marokko entdecken, da die Spanier den Trend erkannt haben und es inzwischen recht teuer ist, an der Costa Dingsda zu überwintern.

Ich merke schon, alles nicht so einfach… ich muss wohl noch weiter darüber nachdenken. Man gut, dass es so viel schlechtes Wetter hier gibt, da bleibt viel Zeit zum Denken….

Mut und andere sinnvolle Dinge

Seit einiger Zeit bin ich Teil einer Bloggergruppe, die über ihr Leben mit MS schreiben.

Ich hätte nie gedacht, dass es überhaupt andere Menschen interessiert, wie ich mit der „ollen Tante MS“ zurechtkomme. Unser täglicher Schlagabtausch ist tatsächlich von Interesse!

Die Seite hat ein neues Outfit bekommen und das Thema des Monats ist dann auch ganz passend: Neustart!
Einblick.ms-persönlich.de

Ich habe in diesem Projekt  wirklich tolle Menschen kennengelernt, die einen bewunderswerten Mut besitzen, den Mut des Löwen, seine Beherztheit und seine Unbeirrbarkeit.

In diesem Projekt arbeiten Menschen, die sich nichts nehmen lassen, oder nur wenig. Die viel mehr ihren Traum leben als  viele gesunde Menschen.

Das macht auch mir aufs Neue immer wieder Mut.

Mut wofür?

Für alles, auf alles, auf neue Dinge. Dinge, die zunächst unmöglich erscheinen. Dinge, die ein wenig schräg und verrückt sind. Dinge, die das Leben zu etwas ganz Besonderem machen.

An Tagen, an denen die olle Tante ihr Bestes gibt und mich in die Knie zwingt, hole ich meine imaginäre Wuschliste heraus und ich „lese“ sie wie ein Mantra.

Dinge, die ich machen möchte, erleben möchte, sehen möchte.

Klappt immer, danke Leute! Allein schon dafür ist es so schön, ein Teil dieser Gruppe zu sein.

Hamburg, deine Schanze

Ich war in Hamburg!

Wir hatten Mädelswochenende! Mutter und beide Töchter.

Da ich ja nur eingeschränkt touristisch tauglich bin, braucht es einen Plan. Einen Eventplan fürs Wochenende sozusagen.

Freitag abend haben wir uns in den Zug gesetzt, um den ganzen Samstag „hamburgen“ zu können!

Zug fahren ist schön, habe ich festgestellt! Dasitzen, essen und trinken, Leute angucken, Kein Stau, kein Chaos, nur Entspannung!

Samstag dann das große Thema, wo gehen wir hin?

In die Innenstadt, Mönckebergstraße? Och nee, da können wir eigentlich zu Hause bleiben, Saturn, Karstadt und Co. haben wir hier auch. Aber das Schanzenviertel, das wäre was!

Es gibt kein urigeres Viertel in der gesamten Republik. Überall kleine Geschäfte, Bars, Cafés, die ihren eigenen Gesetzen folgen.

Öffnungszeiten sind nicht verbindlich, nur eine ungefähre Richtlinie, Konventionen sind was für Spießer, hier wird konsequent geduzt und es geht alles ein wenig langsamer als andernorten.

Der ideale Platz für mich! Ich liebe das Schanzenviertel! Soweit ich also die Füße bewegt bekam, sind wir am Samstag vormittag durch die Schanze getrödelt.

Jetzt begann sich die Zugfahrt zu rächen! Wir können nur sehr begrenzt von den vielen schönen Dingen einpacken, die die Schanze zu bieten hat!

So viele kleine Lädchen, Geschäfte, Schatztruhen, urige Leute, Straßenmusiker, Unikate!

  

Das Schanzenviertel kann ich nur Jedem empfehlen, der abseits vom Mainstream etwas sehen möchte.

Das Viertel ist einfach ein Fest für die Sinne! Bunt, urig, herrlich schräg!

Vielleicht bis ungefähr

Manchmal bin ich päpstlicher als der Papst, dann will ich es ganz genau wissen, dann reicht mir ein „Vielleicht“ oder ein „Ungefähr“ oder auch ein „in etwa“ nicht aus.

Dann will ich auf den Punkt genau eine Antwort, die Wahrheit, das Ergebnis, die Summe.

Die vielen „Ungefährs“ stiften nur Verwirrung. Wenn ich erfahre, dass ich ungefähr noch die nächsten 10 Jahre in recht guter Verfassung leben kann, dann stimmt mich das nicht so hoffnungsvoll, wie man erwarten könnte.

Es ist doch schön, so eine gute Prognose zu haben. Oder etwa nicht?

Das Wörtchen „ungefähr“ nagt an mir, hallt in meinem Kopf dauernd nach und schreit nach Aufmerksamkeit.

Was heißt das denn?

„Ungefähr“……unter Wiktionary finde ich als eine mögliche Behauptung: „unvorhersagbar“

„Unvorhersagbar“ bedeutet ja, mein Gegenüber hätte sich die ganze Prognose sparen können. Genauso gut kann ich übermorgen aus den Latschen kippen, das wäre dann immernoch innerhalb der Prognose von „ungefähr in 10 Jahren, weil es ist ja unvorhersehbar“.

Mmmhhh…..schwierig…..

Was frage ich dann eigentlich nach?  Ein Arzt wird sich bei der Frage nach dem weiteren Verlauf meiner MS mit vielen „öööhs“ und „ääähhs“ und „ungefährs“ aus der Affäre ziehen. Was bleibt ihm auch Anderes übrig? Hat er ja selber keine  Ahnung, wie lange so ein durchschnittlicher MS-ler durchhält. Oder wann eine  Entzündung im Hirn oder der Untergang eines Nervs ein wichtiges Zentrum im Kopf trifft.

Manchmal sind krank Gewordene eine echte Pest für den Arzt. Sie fragen Dinge, die kein Mensch beantworten kann.

Dafür gibt es dann die „ungefährs“, die „vielleichts“ und das „in etwa“.

Mag sich der Patient beschweren, beschwere er sich lieber über die eigene dämliche Frage.

Wenn ich meinen Arzt frage, wie lange ich noch so munter leben kann, dann ist das so, als würde ich fragen, ob Gott nochmal auftaucht.

Schlauer Mensch, der sich das ausgedacht hat mit den „ungefährs“, den „vielleichts“ und dem „in etwa“…..