Paradoxum

Total verrückt!

Die letzten zwei Tage stieg das Quecksilber bis auf Werte jenseits der 25 Grad. Ich finde das so super! Wir haben so wenig Sommer in unseren Breiten, ich liebe es, wenn die Sonne vom strahlend blauen Himmel brennt, der Asphalt in der Hitze flirrt.

Kurze Hose, keine Socken und keine kalten Finger! Absolut top-herrlich!

Jetzt kommt das Paradoxum:

Vertragen tue ich das Wetter null. Nullkommagarnicht, um ganz genau zu sein.

Ich drücke mich im Schatten herum, bekomme meine Beine nicht mehr mit, verschlafe den halben Tag. Kreislauf läuft im Spargang, mein Verstand auch. Je wärmer die Sonne brennt, umso lahmarschiger läuft meine Gedankenmaschine, ich bekomme Gedanken, Ideen zu fassen, verliere sie wieder und sie verschwinden im Glutofen der Saharahitze.

Meine Sehfähigkeit gleicht sich an die Flimmerhitze auf dem Asphalt an. Ich bekomme es nicht hin, mein Okular scharf zu stellen.

Das ist sogar wissenschaftlich belegt: Uhthoff heißt das Phänomen.

Dauert die Hitze einige Tage an, schmerzen meine Beine, als hätten sich Zahnschmerzen in die Waden verlagert. Dann helfen nur noch kühle Fußbäder.

Trotzdem würde ich niemals auf Hitze und Sonne schimpfen. Es ist schließlich Sommer und ich will jeden Sommertag so gut es eben geht, genießen. Mach ich halt auf Vampir und komme erst nach Sonnenuntergang heraus aus meiner verschatteten Gruft!

Es ist super, bei immernoch 20 Grad im Dunkeln auf der Terrasse zu sitzen und ein Rotweinchen oder etwas anderes Gekühltes zu schlürfen! Kerzenlicht, Sternenhimmel, Grillengezirpe und Mückengesumme.

SOMMER!!