Du bist, was du isst

“Du bist, was du isst”, ist eine alte Weisheit, die immer mehr Menschen dazu bewegt, über ihre Ernährung nachzudenken. Es gab noch nie so viele Vegetarier und Veganer. Ich kann mich noch gut an den Beginn der Vegetarier-Bewegung erinnern, als sie als alternative Spinner abgetan wurden. Heute sieht das ganz anders aus. Neben den ethischen und moralischen Aspekten spielt der schlechte Einfluss des “roten” Fleisches auf unsere Gesundheit bei immer mehr Menschen eine große Rolle.

Der Einfluss der Gesundheit auf Krankheiten ist unbestritten, unklar ist lediglich der tatsächliche Nutzen oder Schaden, den unsere Ernährung hinterlässt.

Vielleicht reicht aber auch einfach unser eigenes, subjektives Gefühl, unsere Einstellung zu Fleisch, gesundem Essen, frischem Obst, die uns positiv beeinflusst. Letztendlich spielt es gar nicht so eine große Rolle. Wichtig ist, das wir uns gut damit fühlen. Unser Körper gut mit unserer Ernährung zurechtkommt.

Ich übe mich seit einiger Zeit in vegetarischer Ernährung, was auch ganz gut funktioniert. Wenn ich Fleisch kaufe, dann ist es vom Bio-Erzeuger aus der Region und auch nur Hühnerfleisch. Auf alles Andere kann ich verzichten. Aber einmal im halben Jahr überkommt mich die unbremsbare Lust auf das goldene M. Dann muss ich dahin! Eine Chickenbox essen mit ganz viel Chilisoße!  So what, dann isses eben so!

Was dem Einen seine Grünkernbratlinge, sind dem Anderen seine Schnitzel.

“Du bist, was du isst”

Das ist auch das neue Monatsthema auf

Einblick.ms-persönlich.de

Sabine berichtet, wie für sich Ayurveda entdeckt hat, was das bedeutet und vor allem, was es für die Ernährung bedeutet:
Nochmal neu lernen

Lara lebt schon einige Jahre in Thailand und musste sich ernährungstechnisch nochmal neu finden. Sie erklärt euch thailändische Küche und hat auch ein prima Rezept für Pad Thai für euch parat:
Mai ped, bitte!

Nils hat sich eingehend mit gesunden und ungesunden Nahrungsmitteln und auch Getränken auseinandergesetzt:
Eines Tages müssen wir alle sterben. Aber nicht an jedem anderen Tag.

Reisen und MS

Da ich ja nun doch schon einige Erfahrungen mit unterschiedlichen Reisezielen gesammelt habe, bilde ich mir doch tatsächlich ein, ich kann euch einige nützliche Tipps dazu geben.

Mit der ollen Tante MS zusammen zu verreisen ist weder kompliziert, noch irgendwie unmöglich.

Es geht genauso, wie ohne. Na ja —–fast……

Das olle Mädchen braucht halt ein paar spezielle Goodies im Urlaub, damit sie sich wohlfühlt und nicht ausgerechnet dann  rumzickt, wenn man es am allerwenigsten braucht.

Aus meiner Erfahrung würde ich mit MS nicht ins Hochgebirge fahren, das ist  für den Körper eine große Anstrengung. Ich würde auch nicht in Länder fahren, die keine ausreichende medizinische Betreuung im Notfalll gewährleisten oder die über eine extrem hohe Luftfeuchtigkeit verfügen. Wenn ihr in die Tropen wollt, dann würde ich das mit meinem Arzt besprechen.

Das ist meine ganz persönliche Wertung, natürlich könnt und sollt ihr dahin fahren, wo ihr wollt. Macht einfach alles, was euch Spaß macht, fahrt dahin, wo ihr unbedingt hinwollt. Bereitet euch aber gut vor, damit aus eurer Traumreise kein MS-Albtraum wird. Die olle Tante reagiert sehr zickig auf Klimaveränderungen.

Ich habe euch zusammengestellt, wie meine Erfahrungen aussehen, wie ich meine Reisevorbereitung gestalte und was mir zu dem Thema so durch den Kopf geht.

Reisen und MS

CBD, die neue Wunderwaffe?

Ein wahrer CBD Hype ist über Multiple Sklerose-Deutschland hereingebrochen. Auf allen MS-Kanälen wird darüber berichtet, entweder wahre Wunder oder Ergebnislosigkeit.

Nein, ich verlinke hier keine kommerzielle Hanfseite!

Ich habe die CBD Tropfen ausprobiert und konnte keine positive, aber auch keine negative Wirkung feststellen.

Ist das nun gut?

Oder ist das schlecht?

Ich habe mich seitdem längs und quer durchs Internet gelesen. Es gibt keine belastbaren Studien, lediglich Hinweise auf eine gute Wirksamkeit bei bestehender behandlungsresistenter Spastik.

Das therapeutische Potenzial von Cannabis und Cannabinoiden

Nun, meine Spastik in den Beinen hat darauf gepfiffen, was im Internet so gelobhudelt wird. Es schmeckt ganz und gar fürchterlich und es hatte in meinem Fall keine Wirkung.

Es ist ja auch nicht zu verachten, dass es ganz schön teuer ist. Ein Fläschchen mit 10 g und 10% Anteil kostet immerhin 65 Euro. Muss man wissen, ob man das für ein Experiment ausgeben will.

Ich bin hin- und hergerissen zwischen Ungläubigkeit und auch ein wenig Unmut im Bauch über diese Lobhudelei, so als müsse man lediglich ein paar üble Tropfen nehmen und schon ist die Spastikwelt in Ordnung. Da wird mächtig Geld verdient, das sollte man nicht vergessen.

Vielleicht ist es der bessere Weg, bevor man sich voreilig diese Tropfen bestellt, einmal mit diesem oder jenem Arzt darüber zu sprechen, ob die eigenen Beschwerden überhaupt in das angeblich helfende Bild des CBD passen.

Die zwei Seiten der Wahrheit

Sie sind allgegenwärtig, wenn man sich mit dem Thema Multiple Sklerose beschäftigt.

Die Durchhalteparolen
Die “wir schaffen das”
Die “wir lassen uns nicht unterkriegen”
Die “wir pfeifen der MS was”

Das stimmt-

aber nur zum Teil.

Es ist nur die halbe Wahrheit. Ich laufe ein paar Jahre mit der ollen Tante MS herum. Ich bekomme keine Medikamente, weil es so gut wie nichts gibt gegen den Primär Progredienten Verlauf. Das ist auch nicht schlecht, so habe ich wenigstens nicht mit deren Nebenwirkungen zu kämpfen.

Aber da ist ein anderes Gesicht der Krankheit.

Eine Krankheit wie MS frisst dich von innen auf, zunächst nicht sichtbar für den Betrachter von außen, nicht sichtbar für den Betroffenen selbst. Aber es tut es. Unaufhörlich.

Es isst, mampft, verdrückt jeden Tag ein Stück von dir selbst, bis nichts mehr von dir übrig ist.

Es gibt irgendwann nur noch das, was die MS zulässt, was sie am Leben lässt, was ihr genehm ist.

Das, was deine Persönlichkeit ausgemacht hat, verschwindet immer mehr, du wirst immer mehr zu einem Wesen, das es eigentlich nicht gibt, das es nicht geben dürfte. Fast alle deine Eigenschaften, dein Charakter, dein Wesen verändern sich.

Meine Geduld ist dahin, ich platze bei der geringsten Kleinigkeit.
Ich kann kein neues Buch mehr lesen, das ein wenig anspruchsvoll ist, da ich auf Seite 7 nicht mehr weiß, was auf Seite 3 passiert ist und wo die ganzen Personen herkommen oder hinwollen.
Ich kann Gesprächen nicht mehr folgen, ich muss mittags schlafen, damit ich nicht abends um acht ins Bett gehen muss.
Alles, was ich mir vornehme, kann ich nur noch zum Teil umsetzen, weil mir die Kraft fehlt.
Das ließe sich beliebig fortsetzen.

Das Schlimmste von allem: es besetzt meine Seele. Es ist dunkel geworden, da wo sonst immer eigentlich die Sonne schien.
Wir haben als Familie alles geschafft:
Ich habe eine Alkoholiker-Herkunftsfamilie und habe einen Alkoholiker geheiratet, ich habe mich getrennt und mich allein mit zwei kleinen Kindern durchgeschlagen. Den Selbstmord meines Lebensgefährten ein paar Jahre später habe ich auch geschafft.
Den Missbrauch meines Kindes habe ich auch irgendwie weggesteckt und auch den Tod der Freundin meiner Tochter mit 15 Jahren. Auch den abgebrochenen Kontakt zu meiner Herkunftsfamilie und zur Familie meines jetzigen Mannes habe ich weggesteckt. Dass unsere Nachbarn uns seit Jahren das Leben schwermachen, schaffe ich inzwischen zu ignorieren. Der Tod meiner geliebten Hündin hat mir jedoch dann doch  den Rest gegeben.

Irgendwie ist es nun aufgebraucht, es ist nichts mehr da, das meine Sonne erhellt, oder das mir hilft, fröhlich zu bleiben bei allen Defiziten. So fühlt es sich an. Da, wo immer Sonne war, ist es dunkel geworden, ruhig.

Warum schreibe ich das hier?

Weil es dazugehört zur Wahrheit über eine solche Krankheit, die in ein Leben bricht, das wie bei vielen Anderen auch, schon genug Einträge hinterlassen hat.

Dalmatien im Spätsommer

“I´ll be back”, wie der Terminatorkenner sagt.

Unser Urlaub ist zu Ende, vier Wochen Dalmatien in seiner schönsten Form liegen hinter uns.

Als der liebe Gott gute Laune hatte, hat er sich Dalmatien ausgedacht.

Das könnte man meinen. Es ist soooo sooo schön dort! Ein strahlend blauer Himmel über türkisfarbenem Wasser! Kaum zu glauben, dass es das wirklich so gibt!

Wir hatten uns  die Halbinsel Pelsejac zwischen Split und Dubrovnik ausgesucht. Sie ist entweder mit dem Auto oder mit der Fähre zu erreichen. Wir haben uns auf der Hinfahrt für die Fähre entschieden. Das das eine gute Entscheidung war, habe ich spätestens bei der Ankunft in Trpanj bemerkt. Es ist, als ob du im Orient ankommst, Palmen, Bougainvilleen, Olivenhaine, Mandarinenbäume und  die typisch mediterane Bebauung. Einfach traumhaft!

Ich hatte ein wenig Bammel vor der Wärme Tag und Nacht, aber das war unbegründet. Die Wärme dort ist nicht mit unserer schwülen Briete, die einem auf der Brust zu liegen scheint,  zu vergleichen. Ja, es ist warm, aber trocken warm und es weht fast immer eine kleine Brise. Herrlich! Ich habe es prima vertragen.

Wir haben Ausflüge nach Ston und Dubrovnik gemacht, immer an der Küste entlanggefahren, das allein war schon die Ausflüge wert.

Einer der schönsten Tage, die wir in Dalmatien hatten, war unser Bootstrip nach Korcula, das Inselchen, das Pelsejac gegenüberliegt. So etwas Schönes! Wie eine kleine Märcheninsel im blauen Wasser! Toll, schaut euch einfach die Bilder an.

           

Das Essen in Dalmatien ist nicht so sehr meins, ich bin schon ein wenig ein Essensterrorist. Viel zu fleischlastig, und wenn es nur ein wenig nach altem Fett riecht oder sonstwie komisch, dann bin ich schon raus, ich habe auch immer wenig Vertrauen in die Einhaltung der Kühlkette in südlichen Ländern, so dass ich mich leider an Fisch nicht herangetraut habe. Die Vorstellung, tagelang über einem Eimer und auf dem Klo zu verbringen, hat mich davon abgehalten. Bestimmt bekloppt, aber war so!

So habe ich Brötchen mit Butter und Pizza Margaritha gegessen, das war so grob gesagt meine Ernährung in den vier Wochen, neben Obst und Gemüse natürlich!

Wir haben supernette Bekanntschaften gemacht, aber auch ein paar sehr merkwürdige Vertreter der menschlichen Rasse kennengelernt, ein Campingplatz ist eine Art Schmelztiegel, du kommst recht unmittelbar mit Leuten in Kontakt. Du siehst, was sie so den ganzen Tag treiben, wann sie essen, vielleicht schlafen oder wie sie sich anderweitig den Tag vertreiben. Was übrigens gar nicht schwer fällt, das Meer und das Wetter bieten einen Haufen Möglichkeiten, entspannt den Tag zu genießen.

Apropos Entspannung, der dalmatische Kroate an sich ist recht entspannt, von Hektik ziemlich weit entfernt. Das muss einfach am Klima liegen, dass Südeuropaer einfach entspannter sind.

Lotti hat die Zeit am Meer geliebt, sie liebt Schwimmen! Herrlich zu sehen, wie glücklich unser Bordermädchen ist!

Leute, wenn ihr mal so drei Wochen am Stück frei habt und nicht wisst, was ihr anstellen sollt, dann fahrt nach Dalmatien! Es IST traumhaft!

 

Let´s talk about sex

Let´s talk about sex…..

Multiple Sklerose und Sex schließen sich nicht aus!

Trotz Empfindungsstörungen, Taubheitsgefühlen und auftretender Unlust muss Sex nicht zum Problem werden. Wäre ja auch schade drum….

Erfahrungen, Sorgen, Nöte, Lösungen und jede Menge Mutmacher zum Thema Sexualität und MS findet ihr diesen Monat unter

Einblick.ms-persönlich.de

Phil Hubbe hat einen super süßen Cartoon zum Thema kreiert:

Sex, Fatique und andere Freunde

Gastbloggerin Lisa schreibt ganz offen über Sex in ihrem MS Alltag

Sex in meinem MS-Alltag

und noch vieles mehr zum Thema findet ihr auf Einblick.

Und wer ganz nebenbei mein persönliches Trafalgar beim Schuhe kaufen nachlesen will, ist hier genau richtig:

Kolumne: der Schuhkampf

Eigenverantwortung, was bedeutet das?

Eigenverantwortung übernehmen, was bedeutet das?

Was heißt das eigentlich, wenn man eine unheilbare Krankheit hat? Ist es so anders, als wenn man gesund wäre? Was bedeutet Eigenverantwortung für mich? Für meine Familie, mein Umfeld?
Allgemein gültige Antworten auf diese Fragen gibt es nicht. Es bedeutet für Jede/n etwas Anderes. Interessante Einsichten, Aussichten und Ansichten bietet einblick.ms-persönlich in diesem Monat zu diesem Thema.

Einblick.ms-persönlich.de

 

How are you?

-How are you?”-

Eine Begrüßungsfloskel, wie sie in vielen Sprachen vorkommt, sie bedeutet soviel wie: -“Hallo, ich grüße dich…..”

Niemand erwartet dann ein ernsthaftes Statement oder gar eine lange Leidensgeschichte. Ich denke, ein Ami, der mich mit -“how are you?”- begrüßt, wäre konsterniert, wenn ich ihm einen Vortrag zum Thema MS und meinen Beschwerden halten würde.

-“Echt MS?” ist eine ähnliche Floskel, wenn ich Jemandem offenbare, dass ich MS habe, wird in dieser Weise nachgefragt, so als hätte ich gerade einen  Witz gemacht.

Wie reagieren Außenstehende auf so ein Geständnis? Das könnt ihr nachlesen auf Einblick. ms-persönlich. Alle Blogger/innen haben zum Thema geschrieben.

Erstaunliches, Kurioses, weniger Nettes, Unglaubliches und auch Rührendes zum Thema findet ihr unter:

https://einblick.ms-persoenlich.de/

Welt MS Tag

Moin, Moin,

es ist Welt MS-Tag!!

Speziell zu diesem Tag hat MS Persönlich ein YouTube Format erstellt mit einem Kognitionstrainer.

Schaut euch an, was ihr tun könnt, wenn die Hände nicht mehr so wollen, wenn das Gedächtnis “spinnt” und wie ihr euch und euren Brain auf Vordermann bringt:

Kognitionstraining bei MS

Die wenigsten Erkrankten mögen über ihre kognitiven Defizite sprechen. Es ist einfach peinlich, wenn man die einfachsten Dinge vergisst. Ein Name fällt dir nicht ein…..ich habe tatsächlich Angst, dass mir eines Tages der Name eines meiner Kinder oder Enkelkinder nicht auf Anhieb einfällt!

Oder die Koordination stimmt nicht mehr, dauernd fällt dir etwas aus den Händen. Ich habe auf diese Art und Weise meine Weingläster geschlachtet. Eines nach dem Anderen!

Worte purzeln durcheinander, Buchstaben führen ein merkwürdiges Eigenleben und entwickeln absurde Wortkonstruktionen.

Das musst du nicht hinnehmen!

Da gibt es etwas, das du tun kannst!

Trainiere deine Kognition!

Jetzt!

Welt MS Tag

Am 30.05. ist wieder

Welt MS Tag.

Alle möglichen Organisationen putzen an diesem Tag ihre Internetpräsenz heraus mit einer Aktion oder eine Sonderseite.

Ganz ehrlich? Das nutzt alles einen Scheiß.

Wenn sich Jemand interessiert, dann informiert er sich auf diesen  Seiten ohnehin. Otto-Normalverbraucher kommt doch gar nicht erst auf die Idee, auf einer Seite mit MS-Inhalten zu surfen.

Meiner bescheidenen Meinung nach sollten sich Pharmaunternehmen, Patienten, Neurologen zusammentun und eine einzige, aber publikumswirksame Aktion zu fahren. Eine, die auch in der uninteressierten Öffentlichkeit ankommt. Einen coolen Werbespot zum Beispiel, der im ganzen Mai über MS kurz und bündig informiert. Das wäre mal was!

An dieser Stelle wollte ich eigentlich eine Infografik von MyTherapy verlinken, aber die hat eine so blöde Größe, dass man sie kaum lesen kann. Also lass ich das.

Die DMSG hat als diesjähriges Motto gewählt: unheilbar optimistisch

Gehts noch? Ein dämlicheres Motto konnte kaum gefunden werden!

Vielleicht merkt der eine oder andere geneigte Leser, oder die Leserin, dass ich dem Welt MS Tag nicht besonders aufgeschlossen gegenüberstehe.

Das ist wie mit dem Muttertag. Wenn es einen einzelnen Tag im Jahr braucht, um kollektives Interesse zu wecken, dann läuft was falsch..

Das wäre dann mein Motto zu diesem Tag.

Zugegeben, nicht besonders optimistisch, aber wenigstens ehrlich! Karamba!