Welt MS Tag

Am 30.05. ist wieder

Welt MS Tag.

Alle möglichen Organisationen putzen an diesem Tag ihre Internetpräsenz heraus mit einer Aktion oder eine Sonderseite.

Ganz ehrlich? Das nutzt alles einen Scheiß.

Wenn sich Jemand interessiert, dann informiert er sich auf diesen  Seiten ohnehin. Otto-Normalverbraucher kommt doch gar nicht erst auf die Idee, auf einer Seite mit MS-Inhalten zu surfen.

Meiner bescheidenen Meinung nach sollten sich Pharmaunternehmen, Patienten, Neurologen zusammentun und eine einzige, aber publikumswirksame Aktion zu fahren. Eine, die auch in der uninteressierten Öffentlichkeit ankommt. Einen coolen Werbespot zum Beispiel, der im ganzen Mai über MS kurz und bündig informiert. Das wäre mal was!

An dieser Stelle wollte ich eigentlich eine Infografik von MyTherapy verlinken, aber die hat eine so blöde Größe, dass man sie kaum lesen kann. Also lass ich das.

Die DMSG hat als diesjähriges Motto gewählt: unheilbar optimistisch

Gehts noch? Ein dämlicheres Motto konnte kaum gefunden werden!

Vielleicht merkt der eine oder andere geneigte Leser, oder die Leserin, dass ich dem Welt MS Tag nicht besonders aufgeschlossen gegenüberstehe.

Das ist wie mit dem Muttertag. Wenn es einen einzelnen Tag im Jahr braucht, um kollektives Interesse zu wecken, dann läuft was falsch..

Das wäre dann mein Motto zu diesem Tag.

Zugegeben, nicht besonders optimistisch, aber wenigstens ehrlich! Karamba!

 

Die Blödheit der Kälte

Minus 13 Grad Kälte!! Die letzte Woche war zum Auswandern!

Zwei paar Socken, zwei paar Handschuhe und ein Hoodie unter der Winterjacke!

Das braucht kein Mensch.

Ich zumindest nicht. Wintersportler sind mir suspekt. Menschen, die zur Winterzeit ihren Urlaubskoffer packen, sind mir nicht nur suspekt, sondern richtig unheimlich!

Wie kann man der Kälte etwas Positives abgewinnen? Wird mir immer ein Rätsel bleiben.

Die Affenkälte der letzten Tage hat mir ordentlich zugesetzt. Meine Beine hatten plötzlich Bleigewichte angehängt und meine Hände sind fast abgefallen. Ich hasse es…..

Mit zwei paar dicken Handschuhen komme ich weder in meine Jackentasche, um ein Taschentuch hervorzukramen, weil bei der Kälte die Nase läuft und ich komme auch nicht an die Hundeleckerlies mit so einem dicken Paket um die Finger…. Doppelmist.

Heute war der erste richtig tolle Tag im neuen Jahr! Temperaturen über null Grad, und zwar deutlich!!

Und eine Sonne, die nicht nur hämisch und saukalt vom Himmel blickt, sondern richtig wärmt!

Toll, toll! Kann das bitte so bleiben! Ich bin begeistert!

 

Das Käsekuchen Wunder

Ich hatte ja schon mehrfach erwähnt, dass ich nicht backen kann. Gar nicht backen. Null.

Es gelingt mir nicht, macht mir keinen Spaß, ich befinde mich seit ich denken kann, auf dem Kuchenback-Kriegsfuß.

Ganz schlimm waren die Kekse-Back-Zeiten vor Weihnachten mit den Kindern.
Tagelang habe ich schon schlechte Laune geschoben. Meine Kekse waren auch immer etwas zu weich, zu hart, zu süß, zu unsüß, unlecker, krumm, schief, sonstewas irgendwie blöd und nie so schön und toll wie die der anderen Mütter.

Das geht so seit meiner frühesten Jugend bis heute, und ich habe die 50 schon eine Weile überschritten.

Nun habe ich mir ja eine Krups Prep & Cook gegönnt. Ich schrieb das ja schon mal. Und überall gibt es diese schönen Kuchenrezepte. Narrensicher und ratzfatz.

Nein, darauf falle ich ja nun nicht herein! Da habe ich ja ausreichend Erfahrung in “narrensicher” und “ratzfatz”! Bei mir hat das immer mit Frust und in der Mülltonne geendet. Ich erinnere nur an die Backmischung, die man angeblich nur noch in eine sogar mitgelieferte Papp-Backform gießen musste und in den Ofen stellen. Selbst das ist mir misslungen! Das war vor bestimmt 10 Jahren mein absolut und definitiv letzter Versuch!

So, und jetzt habe ich in meinem Zauberkessel die tollsten Sachen in kürzester Zeit und mit minimalstem Aufwand gezaubert. Wirklich! Das Ding ist klasse!

Psst, auch wenn man kochen kann, ist sie eine tolle Bereicherung! Denn Kochen kann ich! Nur backen eben nicht…..

Bis gestern!

Ich war plötzlich wild entschlossen, ein Käsekuchen-Rezept, das ich in den Weiten des Internets entdeckt hatte, in meinem Zauberkessel auszuprobieren! Ich wollte Niemandem davon erzählen, damit ich nicht wieder diese typischen Kommentare zu hören bekomme:

  • ja, ja, wusstest du doch, dass das nichts wird (O-Ton meine Familie)
  • och, das ist ja schade, versuchst es halt nochmal (alle Anderen)

Nee, das wollte ich mir ersparen, es gab nur ein Problem, ich besitze keine Springform!

Wozu auch? Ich backe ja nicht!

Also von meiner Freundin eine geliehen. Was ich damit wolle? Doch hoffentlich kein Beton-Experiment in dem teuren Backform-Teil starten? Oder irgendwelchen anderen Blödsinn? Meine Familie und Freunde sind da Einiges an Experimentierfreudigkeit von mir gewohnt!

  • Nein, ich will einen Kuchen backen.

Wortlos bekam ich die Backform.

Die Zutaten lagen in der Küche. Neben der Springform. Neugierige Blicke, genauso neugierige Nachfragen….

Das war schon der Punkt, an dem  ich das Projekt “Käsekuchen” eigentlich wieder fallenlassen wollte. Nein, aufgeben ist nicht! Eine Chance sollte die Preppie bekommen!

Also alles nach Rezept angerührt und in die Form gefüllt und nach Anweisung gebacken. Alles strikt nach Anweisung vom Rezept, alles genauestens abgewogen und in der Reihenfolge, wie beschrieben, in den Topf gegeben. So gerührt, wie es da stand und so eingefüllt, wie es da stand.

Und siehe da, nach einer Stunde Backzeit, das Wunder aus der Wasserfurchen-Straße war da, ein Käsekuchen-Wunder sozusagen:

Tadaaaaaaaa

Ein essbarer und optisch auch noch gelungener Käsekuchen!!!!

Ich bin selber ganz platt und sprachlos!!!

Er schmeckt echt ganz phantastisch! Meine Kinder sind sprachlos, mein Mann auch!
Heute wird verkostet, bin gespannt, was sie sagen zu meinem Experiment!

Hier geht es zum Rezept: Käsekuchen-Rezept

Der Neubeginn “Lotti-liebt.de”

Lotti-liebt.de” ist da!!!

Es gibt Einiges zu entdecken! Auf einen Nenner gebracht: es gibt Einiges, was Hund und Mensch so brauchen, wenn sie gemeinsam nach draußen gehen. Und es ist alles, alles handgemacht. Auf der Seite “Lotti liebt” gibt es keine Handelsware.

Hier seht ihr einige Beispiele:

Lasst euch überraschen, inspirieren, schaut es euch einfach an! Ich bin dabei, Produkte zu erschaffen, zu fotografieren und online zu stellen. Dauert alles ein wenig.

Ich bin eine One-woman-show. Das heißt, ich mache alles alleine. So ist es aber auch ganz Meines.

Viele Artikel habe ich mir selber zusammengestylt, einige Andere habe ich von pfiffigen Ideengebern übernommen, dann steht es aber auch dabei.

Wie kommt man, oder besser, wie komme ich auf so einen Namen für einen Onlineshop?

Und wer ist eigentlich Lotti?

Das ist unser Border-Collie-Mädchen, die unser Leben seit letzten Oktober bereichert.
Und was sie liebt, macht uns glücklich (ok, so manche Matschaktion zaubert mir nicht sooooofoooort ein Lächeln ins Gesicht…..).

Was liegt da näher, als sie zur Namensgeberin zu machen?

Oh, es gab durchaus andere Ideen, die allesamt gar nicht schlecht waren, insbesondere für einen shop, aber es klang alles langweilig, irgendwie schon einmal dagewesen.

Ich wollte einen pfiffigen Namen, auch wenn das bedeutet, es ist nicht sofort klar, was sich eigentlich dahinter verbirgt. Und manchmal, wenn ich nicht schlafen kann, fallen mir besonders schräge Sachen ein. Das passiert gern zwischen zwei und vier Uhr mitten in der Nacht. Aber egal, Hauptsache, es fällt mir überhaupt ein!

Vielleicht gefällt es euch ja auch ganz gut. Zumindest beim dritten Darüber-nachdenken.

Lotti-liebt.de

 

 

 

Immer wenn ich richtig traurig bin….

…stelle ich alles auf Neuanfang.

Der Tod meines Hundes hat mich völlig aus der Bahn geworfen.

Wir haben Lotti, unser Bordercolliemädchen, sie wird sechs Monate alt und macht uns viel Spaß und Freude.

Sie ist kein Ersatzhund. Das wäre falsch und unfair ihr gegenüber. Sie ist ein völlig anderes Wesen mit anderem Charakter, anderen Vorlieben, Abneigungen und ebenso anderen Spleens und Neigungen.

Ich liebe sie sehr.

Aber mein Boxermädchen Ozeana fehlt mir. Sie ist unersetzlich. Es schmerzt schrecklich und das Loch in meiner Brust will nicht heilen.

Ich gebe mir alle Mühe, jeder Tag ist ein neues Abenteuer. Lotti fordert mich jeden Tag von morgens bis abends. Aber es geht nur langsam. Der Gang in den Garten, in dem Ozeanas Grab liegt, ist mir nicht möglich. Es raubt mir buchstäblich den Atem.

Ich neige dazu, in Ausnahmesituationen alles über den Haufen zu werfen, neu zu denken, neu anzufangen.

Adieu Snuselland-Wolle

Ich habe heute die Domain gekündigt. Im Mai ist Schluss damit. Wir hadern schon ein ganzes Jahr damit. Die Billigangebote der Discounter machen uns schwer zu schaffen. Handgemachte Wolle ist nicht gefragt, so ist unsere Erfahrung. Wir hören immer wieder, wie schön die Farben sind, wie gut es sich anfühlt, aber da ist der Preis….

Wir kalkulieren nicht einmal Arbeitszeit, die wir zum Spinnen und verarbeiten benötigen,  nur die Materialkosten. Und trotzdem kaufen die Kunden lieber billig beim Discounter.

Ok, dann ist es so.

Immer wenn ich richtig traurig bin…..

….dann ist es Zeit für etwas Neues.

Was es sein wird? Ich werde es euch wissen lassen. Es wird dann auch wieder einen Shop geben. Tolle neue Dinge stehen in den Startlöchern oder simseln noch in meinem Kopf herum.

Kalte Hände – Raynaud Syndrom

Das hat tatsächlich einen Namen: Raynaud Syndrom! Unglaublich! Ich dachte, ich habe einfach nur arschkalte Hände!

Ich hatte schon immer schnell kalte Hände im Winter, aber seit zwei Jahren ist es unerträglich geworden. Ich habe die dicken fetten gefütterten Skihandschuhe an und meine Hände sind eiskalt, schneeweiß und sie schmerzen ganz schrecklich. Das verleidet mir das eigentlich sehr geliebte Gassigehen mit meinem Hund ganz erheblich!

Ich habe nach gescheiten Handschuhen gegoogelt und bin auf das hier gestoßen:

Raynaud Syndrom

Wikipedia glaubt zu wissen, dass es sogar zu Erfrierungen kommen kann, da die Durchblutung nicht ausreichend gesichert ist. Keine schönen Aussichten!

In meinem Fall scheinen die Betablocker der Auslöser zu sein. Das wäre eine Frage für den nächsten Arztbesuch.

Jetzt stehe ich vor der Frage: beheizbare Handschuhe oder nicht?

Die Rezensionen sehen nicht besonders gut aus. Scheinbar wärmen diese Handschuhe die Handfläche ganz gut, aber in den Fingerspitzen, da wo es gebraucht wird, versagen sie. Selbst die über 200 Euro teuren Handschuhe konnten nicht überzeugen. Das stimmt mich sehr nachdenklich.

Mit den knickbaren Taschenwärmern, die man in der Mikrowelle  oder im Kochtopf neu aktivieren kann, habe ich auch keine befriedigenden Ergebnisse erzielt. Da verhält es sich ähnlich unbefriedigend: die Handfläche ist schön warm und die Finger bleiben eiskalt.

Sollte ich eine wirklich zufriedenstellende Lösung entdecken, werde ich an dieser Stelle darüber berichten! Versprochen! Solange ich noch nichts Besseres habe, werde ich mit den Taschenwärmern herumexperimentieren. Gibt es die so klein oder so schmal, dass sie bis in die Finger reichen?

 

Btw, bin mal gespannt, was ich mir sonst noch alles so aufschaufele an Wehwehchen und kleinen Übeln, die mir den Tag vermiesen.

 

Die Stille danach

Ich habe mich rar gemacht in letzter Zeit. Hier und auch auf Facebook.

Ich brauchte meine Energie anderweitig.

Wir haben den Kampf verloren. Mein geliebtes Boxermädchen ist am 23.11.2017 von ihrem Krebsleiden erlöst worden, bevor es ihr Schmerzen verursachen konnte.

Der Einschlag war furchtbar.

Es tut schrecklich weh. Sie fehlt mir so. Ihr Anblick, ihr Geruch, ihre Liebe zu mir.

Unsere ganze Familie trauert. Aber sie war mein Hund, mein Ein und Alles neben meiner zweibeinigen Familie.

Sie schläft jetzt im Garten, frei von Schmerz und Krebs.

Adieu Ozeana, du wirst immer in meinem Herzen sein, da wo es am Wärmsten und Schönsten ist.

Hundekekse für Dummies, Getreidefrei

Es geschehen noch Zeichen und Wunder!

Ich bin ein Backidiot. Das kann man tatsächlich so sagen. Es gelingt mir nicht, es macht mir keinen Spaß und  ich habe schon schlechte Laune, wenn ich nur ans Backen denke. Ich habe keine Ahnung, warum das so ist.

Das Backgen ist an mir vorbeigeflogen und direkt bei meiner Tochter Caro gelandet, die die tollsten und leckersten Sachen mit Begeisterung backt.

Kann ich nicht nachvollziehen…. die Begeisterung…..

Konnte ich nicht nachvollziehen, es ist eine Art Wunder passiert! Nicht gerade das Wunder in der 8. Straße, kleiner, viel kleiner…..

Aber ich backe seit einigen Tagen mit Begeisterung Hundekekse!!

Seit unsere kleine Hundewelpin Lotti eingezogen ist, summt und brummt die Backsucht in mir. Das ist doch verrückt. Was drei Kinder, drei Boxerhunde und zwei Enkel nicht geschafft haben, hat unsere kleine Borderhündin im Handumdrehen hinbekommen! Da könnte man jetzt sicher zwei bis drei Psychologen mit beschäftigen….

Da ich es nicht gleich übertreiben wollte, habe ich mir zwei supereinfache Rezepte rausgesucht,

Leberwurst Kekse
200g Leberwurst
300g Hüttenkäse
1 Ei
200g grobe Haferflocken
200g feine Haferflocken
1-2 Petersilienröschen

Petersilie fein hacken, alles gut verrühren, ausrollen, Kekse ausstechen, ab in den Backofen bei 180 Grad für ca. 15 Minuten, abkühlen lassen und dann staunen, wie die Hunde darauf abfahren! Aber Achtung! Die Kekse nicht luftdicht verschließen, sie schimmeln dann sehr schnell!

Und Rezept Nr. 2:

Hundekekse á la Hipp Hipp Hurra! Getreidefrei! Für Allergiker geeignet

1 Gläschen Babykost,125g (Rindfleischzubereitung, Huhnzubereitung oder Lachszubereitung, alles ohne Nudeln und weiteres Zutatengedöns im Gläschen)
200g Buchweizenmehl,
50g Wasser

Alles vermengen, ausrollen, Kekse ausstechen, bei 180Grad für 20 Minuten in den Ofen, gut abkühlen lassen, verfüttern!

Ist das nicht abgefahren?? Wer kommt auf Sowas? Eigentlich ist es ja naheliegend! Die Babykost ist ungewürzt, püriert, ohne Zusatzstoffe, ideal also!

Auf meinem Mist ist das Rezept nicht gewachsen, ihr findet es auch im Netz unter Anderem beim Hundebloghaus.

Bella Italia Teil 2

Wir hatten uns einen kleineren Campingplatz in Jesolo ausgesucht. Das liegt ca. 50km entfernt von Venedig mitten im beliebtesten Feriengebiet der Deutschen. Hier gibt es Campingplätze, die sind deutscher als ein Schäferhund!

Das wollte ich nicht, ich wollte Italien erleben! Unser Campingplatz “Parco Capraro” liegt fast direkt an der Adria auf der kleinen Landzunge bei Jesolo. Hier verbringen viele Italiener ihren Urlaub, aber auch Deutsche, Österreicher, Briten….. es war ein bunt gemischtes Völkchen. Das hat mir gefallen, da wollte ich meinen Urlaub verleben!

Die ersten Tage waren wettertechnisch ganz und gar italienisch! Blauer Himmel, Strand, Wellen, Sonne, alles was dazugehört.

 

Feuchte Luft in Bella Italia!

Dann kam etwas, womit wir ganz und gar nicht gerechnet hatten: typisch deutsches Sommerwetter: Dauerregen, man kann schon sagen, es war ein Dauerschütt.
Strand, Liegen, die Cafes und Straßen waren leergefegt.

So ging das die nächsten zwei Wochen lustig hin und her:

mal Sonne mit Badewetter, mal dicke Wolken und Dauerregen.

Ich denke, das meistgenutzte Utensil im ganzen Urlaub war das Rommékartenspiel.

Mein Mann hat ungefähr 98 von 100 Spielen verloren, er hat es sportlich genommen, aber man konnte ihm ansehen, dass so langsam aber sicher die gute Laune flöten ging.

Am Ende wird (fast) alles gut

das traf auch auf unseren Urlaub zu. Die letzten Tage waren fast prima, wir hatten noch einmal Sommer-Badewetter!

Das “fast” betraf unseren Abreisetag. Es hat wieder wie aus Eimern gegossen, wir hatten Mühe, all unseren Kram halbwegs trocken zu verstauen. Die größte Herausforderung war die Markise, die haben wir triefnass eingerollt. Da gab es keine Chance auf ein trockenes Einrollstündchen….

Mein MS Fazit

Was hat die” olle Tante” MS eigentlich die ganze Zeit über gemacht und getan? Hat sie den Urlaub gut verkraftet oder hat sie mir ordentlich dazwischengefunkt?

Ich muss sagen: Beides

Die Wärme macht mir natürlich zu schaffen, aber mit ausreichend Schatten und Päuschen war das gut zu bewältigen.

Camping ist eine prima Urlaubsform, wenn man mit Einschränkungen unterwegs ist. Ich kann bleiben, wo es mir gefällt, kann weiterfahren, wenn ich es dort doof finde, habe mein eigenes Reich, keine festen Buffetzeiten, die mir sowieso nie in den Kram passen, keine Kleiderordnung, absolute Freiheit. Das hat mir richtig gut gefallen.

Ich hatte allerdings unschöne Blasen, Pusteln, offene Stellen an einem Fuß, wo ich nicht weiß, wo das herkam. Ich tippe auf die Zehensteg-Sandalen…. irgendwas an den Dingern hat meinem linken Fuß ganz und gar nicht gefallen. Der rechte Fuß hat sich nicht zu Wort gemeldet.

Und ich hatte eine fette Einblutung im linken Auge, die mich zum optischen Zombie gemacht hat. Es war schon fast wieder abgeheilt, nun hatte ich wieder so eine dicke Einblutung im linken Auge. Da gehe ich doch mal lieber zum Doc!

 

 

 

Bella Italia Teil 1

Ich war dort! Ich war in Italien! Ganze drei Wochen lang!

Am 27.08., das war ein Sonntag, sind wir losgefahren. Das Wetter hier zu Hause war den ganzen Sommer lang mehr als durchwachsen gewesen und wir haben uns auf drei Wochen Italien mit entsprechendem Wetter gefreut.

Unsere erste Station nach rund vier Stunden Gespannfahrt war Regensburg, Bad Abbach, der Campingplatz ist prima, die Betreiber sind sehr nett. Nach einer Nacht ging es weiter nach  Hermagor am Pressegger See. Das liegt schon in Österreich, da sind auch schon die ersten richtigen Berge zu bewundern.

Hermagor-Pressegger See

Unwetterfrust statt Urlaubslust

Unsere letzten Kilometer dorthin auf den Campingplatz hatten etwas Alptraumhaftes, das Wetter hatte sich den ganzen Tag ganz gut gehalten, bis uns vor Hermagor eine doch recht schwarze Wand entgegenkam. Uns dämmerte, dass dort ein  heftiges Gewitter im Anmarsch war.

Na ja, wir hatten ja nur noch einige wenige Kilometer zu fahren, solange würde das Gewitter wohl schon noch warten können.

Konnte es nicht. Von gleich auf jetzt ging ein Unwetter auf uns hernieder, wie ich es noch nie erlebt habe. Hagelkörner in Tischtennisballgröße knallten auf unser Auto und den Wohnwagen. Mit dem Gespann konnten wir auch nicht einfach so irgendwo unterkriechen, Es krachte, donnerte, blitzte, schüttete und hagelte zwischen den Bergen, als wollte die Welt nun tatsächlich ausgerechnet in Hermagor am Sonntag, den 27.08. gegen 17 Uhr untergehen. Auf der Straße bildete sich ruckzuck eine dicke Eisschicht und wir mit Sommerreifen und Caravan hinten dran zuckelten auf dieser Rutschbahn entlang.

Der Spuk dauerte nicht länger als zehn Minuten, wer das schon mal erlebt hat, weiß, wie lang das werden kann. Am Ende des Hagelschauers standen wir jedenfalls vor dem Campingplatz, inzwischen goss es nun nur noch in Strömen, mein Mann hat eine erste Inspektion vorgenommen und es schien nichts zerdeppert zu sein. Besonders unser Dachfenster im Wohnwagen, das große Heki, machte uns Sorgen, aber es war unversehrt!

Wir manövrierten unser Gefährt auf das Gelände und der Regen hörte auf. Wie nach einem Unwetter üblich, erwachte der Campingplatz sofort zum Leben. Aus allen Caravans, Wohnmobilen und Zelten kletterten die Bewohner und schauten etwas ungläubig und auch entsetzt auf die großen Hagelbälle, die noch überall im Rasen lagen.

Hier ist noch der Rest zu sehen, der hat sich auch zwei Tage lang gehalten:

Es hatte ziemlich kapitale Schäden gegeben. Ein Wohnwagen hatte eine völlig zertrümmerte Stoßstange, ein niederländisches Gespann hatte tatsächlich beide Hekis eingebüßt und überall dicke Beulen im Blech. Einer zeltenden Familie hatte es das halbe Zelt weggerissen. Überall Beulen, Dellen und Beschädigungen.

Zunächst waren wir einfach nur froh, dass wir wohl ohne Blessuren davongekommen waren, aber bei näherer Betrachtung kam zum Vorschein, dass die Front unseres Wohnwagens nun doch einem Knäckebrot glich. Dicke Beulen zieren die Frontseite. Und nachdem es getrocknet war, offenbarte unser Auto auch noch einige Schäden: Dach und Motorhaube zieren hübsche Beulen und Dellen, die da einfach nicht hingehören!

Nach der ersten Schockstarre und einer Anfrage an unsere Versicherung, dann doch die Erleichterung: solche Schäden sind durch die Teilkasko abgedeckt.

Also, erstmal keine Sorgen machen, Knäckebrot-Wohnwagen und Dellen-Auto weiter nach Italien scheuchen!

In Hermagor war es ziemlich kalt, wir waren in Jeans, Socken und Sweatjacke und natürlich der Regenjacke  unterwegs. Das war wenig sommerlich. Für die Weiterfahrt nach Italien haben wir uns für die Tauernautobahn entschieden. Unser Navi hat sofort nach der Eingabe der Adresse in Italien geblinkt wie verrückt: Die Strecke ist mautpflichtig!

Da braucht sich Autofahrer/in gar nicht drum kümmern, außer um ausreichend Bargeld, man kommt um die Mautstellen nicht herum.

Die Tauernstrecke ist toll! Atemberaubende Berge, blauer Himmel, einfach großartig!

Einige Tunnels später war es dann soweit: ich war zum ersten Mal in meinem Leben in Italien!