Ich bin eine Leseratte. Das war ich auch schon immer. Als Kind war ich viel alleine – ein Schlüsselkind – ein Einzelkind. Bücher waren meine Zuflucht in andere Welten -heile Welten.

Es folgte in meinen Zwanzigern und Dreißigern eine lange Stephen King Phase. Ich habe aallleees gelesen von dem Mann. Mein absolutes Lieblingsbuch ist und bleibt “Es”.

Immer, wenn ich so gar nicht weiß, was ich lesen möchte, oder wenn ich schlecht drauf bin, dann schnappe ich mir meine schon total zerfledderte “total geile Schwarte”. Das hat tatsächlich mal Jemand in ein in der Bücherei ausgeliehenes Exemplar dieses Buches geschrieben. Das war noch lange vor den mitteilsamen Internetzeiten.

Aus der Zeit stammt auch mein ausgeprägter Hang zu Mord und Totschlag. Ich liebe Thriller, Mistery-Thriller und Artverwandtes.

Dann kamen intensive Kindererziehungszeiten gepaart mit intensivem Berufstätigsein.

Die Bücher hatten Sendepause. Unzählige Abenteuer, Morde, Gaunerstücke mussten ohne mich stattfinden.

Und dann kam die “olle Tante Multiple Sklerose”. Die doofe Kuh hat mir meine Lesefähigkeit genommen. Ich lese und kapiere nicht, was ich lese. Ganz schlimm ist es abends vor dem Einschlafen. Was ich dort lese, kann ich auch gleich sein lassen, weil ich am nächsten Morgen nicht mehr weiß, was ich gelesen habe.

Wieder blieben die Bücher von mir unberührt in den Regalen stehen. Ich liebe immernoch Buchläden, aber ich kaufe dort nichts mehr.

Bis jetzt.

Es ärgerte mich, dass mir der Zugang zu Büchern nun verwehrt war. Ein neuer Versuch waren Hörbücher, das klappte ganz gut, ich musste nur das Hören vor dem Einschlafen oder vor dem Mittagsschläfchen vermeiden, dann geht das ganz gut. Ich muss topfit für all die Geschichten sein!

Und ich lese keine gedruckten Werke mehr, ich lese Ebooks auf meinem Handy, das habe ich überall dabei und muss keinen kiloschweren Wälzer herumtragen.

Fassen wir also zusammen:

keine Papierbücher mehr
kein Lesen vor dem Schläfchen
keine Leseübungen vor dem abendlichen Einschlafen
kein Lesen bei laufendem Fernseher oder Radio

Ich kann wieder lesen!

Mein momentaner Favorit ist Sebastian Fietzek.

Der Mann schreibt wirklich zum Davonlaufen im positiven Sinne! Echt schockierend, was dem immer einfällt! Auf welche Geschichten und Abgründe er so kommt! Du liebe Zeit, bleibt zu hoffen, dass er zeitlebends Fantasie und Realität trennen kann! Ich möchte ihn jedenfalls nicht zum Feind haben!

Tolle Bücher also!!!!

Die Rückkehr der Leselust

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