Schubförmige MS

Multiple Sklerose in seiner bekanntesten Form, der Schubform, ist die häufigste chronisch entzündliche Erkrankung des Zentralen Nervensystems.

Nach derzeitigem Wissenstand ist die MS eine Autoimmunerkrankung, bei der zustätzlich genetische und epidemiologische Faktoren eine Rolle spielen. Die Ursache ist nicht geklärt.

Die Symptome und Ausprägungen der Multiplen Sklerose sind weit gefächert und lassen sich nie von einem auf den anderen Patienten übertragen. Darum nennt man die Krankheit auch die “Krankheit der 1000 Gesichter”.

Die bekanntesten Einschränkungen unter der MS sind Lähmungen. Das ist das Symptom, das Jede(r) sofort im Kopf griffbereit hat: MS = Rollstuhl!

Das muss nicht so sein und kann dank moderner Medizin und immer weiter fortschreitender Forschung ganz oft vermieden werden. Immer öfter leben MS Patienten ein (fast) ganz normales Leben, zwar mit Einschränkungen, aber doch ein selbstbestimmtes, sehr lebenswertes Leben!

Es ist nicht möglich, zu sagen, eine MS verläuft so oder so und in ein paar Jahren ist es so oder so. Das macht es für viele Erkrankte so schwierig. Es kann Niemand vorhersagen, wie es mit der Erkrankung weitergeht. auch unter Therapien sind Schübe möglich. So braucht es ein gesundes Selbstbewusstsein und einen möglichst sachlichen Umgang mit der Krankheit, um nicht an diesen ganzen Ungewissheiten zu verzweifeln.

Der schubförmige Verlauf kennzeichnet sich durch auftretende Entzündungen im zentralen Nervensystem, die für Probleme mit den Augen (Sehnerventzündung), im Gangbild, Lähmungen, Sprachstörungen, kognitiven Einschränkungen, oder auch in Blasen- oder Darmfunktionsstörungen sorgen.

Schübe werden im Akutfall mit hochdosiertem Cortison behandelt, um die Entzündungsaktivität einzudämmen und möglichst auch zu beenden. Oftmals bilden sich die auftretenden Störungen dann auch wieder zurück. Manchmal eben auch nicht, es bleiben Schäden an den Nerven zurück, die für bleibende Störungen sorgen.