Feenhaus aus alten Plastikflaschen

Ich bastele gern aus altem Zeug was Neues zusammen. Das reizt mich schon sehr, während solche Dinge wie Scrapbook oder Stanzen oder Explosionsboxen völlig an mir vorbeigehen.

Aber aus drei alten PET Flaschen etwas ganz Neues, Anderes zu basteln, das hat mein Interesse geweckt. Auf dem YouTube Channel von Creative Mom gibt es jede Menge Inspiration.

Ich habe drei unterschiedlich große PET Flaschen genutzt, sie mit Zeitungspapierschnipseln beklebt und anschließend mit lufttrocknender Modelliermasse Fenster- und Türrahmen geknetet.

Geklebt wurde mit verdünntem Acrylbinder, es geht aber auch ganz normaler Weißleim, der zur Hälfte mit Wasser verdünnt wird.

Die lufttrocknende Modelliermasse gibt es für kleines Geld beim Basteldiscounter wie Action oder Tedi.

Die Hutdächer habe ich aus Alufolie geformt und anschließend auch mit Zeitungspapierschnipseln beklebt.

Die kleinen Pilze sind aus der Modelliermasse geformt und die Haustür und die kleine Leiter habe ich aus kleinen Eisspateln gebastelt, die gibt es auch im Bastelbedarf zu kaufen. Da könnt ihr aber auch kleine trockene Zweige vom Waldspaziergang nutzen.

Zusammengeklebt wurde alles mit einer Heißklebepistole, da lohnt sich die Anschaffung eines etwas teureren Teils aus dem Baumarkt. Ärgert euch nicht mit dem Billigdingern vom Discounter herum!

Als Grundlage habe ich einen Keramik-Blumentopfteller genutzt.

Um die Pilze herum habe ich ein wenig Moos und kleine Kiesel verteilt. Die lassen sich mit dem Sprühlack auch gut haltbar machen.

Um eine vernünftige Anmalgrundlage zu schaffen, habe ich alles mit Gesso einmal vorgestrichen, da geht aber auch verdünnte weiße Acrylfarbe.

Und dann gings ans Anmalen, da könnt ihr eurer Phantasie freien Lauf lassen. Feenhäuser können einfach jede Farbe haben.

Im Anschluss habe ich Klarlack in mehreren Schichten aufgesprüht, damit mein Häuschen wetterfest ist. Eine Lichterkette im Innern macht das Haus perfekt. Dafür müsst ihr eine Öffnung in die Rückseite des Feenhauses schneiden, so wie bei Meinem auf der Rückseite.


betonieren kommt von Beton

…logisch,

…töpfern kommt von Ton, logisch,

kreativieren kommt von….na was?

Ich sags euch: kreativieren kommt von saumäßig Spaß haben! Jaaawolll!

Eigentlich begann die Betoniererei ganz harmlos. Eine gute Freundin kam mit einem Prospekt um die Ecke, das jede Menge DIY (do-it-yourself! Ich habe Wochen gebraucht, um rauszufinden, was das Kürzel bedeutet)- Ideen enthielt. Unter Anderem eine Pflanzschale für die Terrasse aus Beton. Mein Kreativgen war sofort angepiekst.

Der nächste Baumarkt wurde angesteuert und die ersten Säcke Sand und Zement lagen im Einkaufswagen. Das Internet ist voller toller Betonideen, habe ich festgestellt. Mein erstes Werk war dann dieses Schälchen:

Trittplatte_mosaik_org Fruehling2

Im Moment tummeln sich kleine Gänseblümchen darin. Zugegeben, die Schale ist recht schwer, der Rand hätte dünner sein können, aber die hält garantiert jedem Windchen stand! Bin ganz stolz auf das Ding!

Nun sollte es natürlich weitergehen! Aber beim Betonieren habe ich dann schnell festgestellt, dass mir zum Mischen der Bestandteile die Power in den Armen fehlt
(Danke, Tante…smiley_emoticons_steinwerfen)

Na ja, es gibt ja für alles eine Lösung, also bin ich zu meinem Mann gestratzt und habe nachgefragt, ob wir nicht so einen Misch-Mix-Mich für die Bohrmaschine haben. So einen Aufsatz, mit dem man auch Farbe mischen und rühren kann.

Klar haben wir sowas! Aber eben für Farbe und nicht für Beton.

Ehegespons meinte dazu ganz cool: ” Kannste machen, wenn du die Bohrmaschine schrotten willst.”

Tzzz, mmpff, sehr hilfreich. Will ich natürlich nicht.

Aber auch das ist ja immernoch kein HIndernis! Wozu gibts Betonmischer?

Die verschiedenen Kleinanzeigenportale des hilfreichen Kumpels “Internet”  sind sehr kooperativ. Im Nu hatte ich das Mixi meiner Träume gar nicht so weit von hier entdeckt! Nach einem skeptischen Seitenblick meiner anderen Ehehälfte gings los zum Betonmischer kaufen. Nach einer halben Weltreise quer durch mehrere Landkreise stand sie dann vor mir:

Fast genauso alt wie ich, etwas angerostet und betonverschmiert, mit Ein-Knopf-Bedienung, pottenhässlich, voll funktionsfähig, Snusel-glücklich-mach-Maschinchen!

….das nicht in unser Auto passt. smiley_emoticons_wp-cry

Wie wir Mixi auch drehten und wendeten, es fehlten mehr als nur ein paar Zentimeter. Ich war so traurig, als hätte man mir just verkündet, dass es den Weihnachtsmann gar nicht gibt.

So blieb Mixi wo sie war und wir fuhren dahin zurück, wo wir hergekommen waren. Der rettende Einfall kam mir noch auf dem Nachhauseweg! Mein lieber ehemaliger Kollege aus dem Nachbardorf hat einen großen Anhänger, da passen gleich mehrere Mixis rein, wenns sein muss. Kurze Nachfrage, sofortige Zusage und schon am nächsten Tag gings los!

So kam das MIxi dann doch noch zu uns! Ich habe einen Betonmischer!

Von wegen Frau kauft Schuhe! Frau kauft Betonmischer! Jipppieh, Beton, Beton!