Wie ein Hähnchen mein Gewissen beruhigt

Ich beschäftige mich nun schon länger mit dem Thema Ernährung. Nicht nur aus genusstechnischen Gründen, nein, mich plagt mein Gewissen.

Immer neue Berichte über schlimme Haltungs- und Schlachtungsbedingungen in einem hochzivilisierten Land wie dem Unseren, haben mich bis ins Innerste erschreckt und auch wütend und hilflos zurückgelassen.

Wo soll ein Stück Schweinefleisch, dass beim Discounter knapp 4 Euro das Kilo kostet, herkommen? Von einer grünen, saftigen Wiese, wo es bis zum letzten Tag friedlich gegrast hat? Und dann kommt ein Ende ein freundlicher Mensch, führt es in den Schlachthof, redet beruhigend auf das Tier ein, bevor es eine Spritze bekommt und dann schmerzlos getötet wird?

Wer das glaubt, ist entweder stockedoof oder blind und taub.

Ich will das für mich alles nicht mehr. Außer Hühnerfleisch essen wir schon seit Jahren kein Fleisch mehr. Aber auch das Huhn kennt einen schrecklichen Leidensweg, bevor es in unserem Topf landet. Ich habe lange nach einer vernünftigen, bezahlbaren und auch für mich erreichbaren Alternative gesucht. Es gibt sie kaum, die Geflügelhalter mit den glücklichen Hühnern auf dem Hof. Alles ist auf Großmast mit seinen Nachteilen für die Tiere ausgerichtet.
Wo die Tiere die Hölle auf Erden erleben.

Auf dem Wochenmarkt in Göttingen gibt es kein Biogeflügel zu kaufen. Das hat mich überrascht!

Aber ich habe eine Alternative gefunden!

Das Kikok – Frischgeflügel

Kikok ist eine Haltungsphilosophie, die dem Verbraucher
ein Hähnchen, das wie früher schmeckt, verspricht.

Die Tiere haben mehr Platz, mehr Zeit zum Wachsen, werden mit Mais gefüttert, bekommen kein Antibiotika und sie haben sogar Beschäftigungsmöglichkeiten. Die Tiere werden vor der Schlachtung betäubt und dann schmerzfrei getötet.

Damit kann ich leben. Natürlich kostet ein solches Hähnchen mehr als beim Discounter. Aber mir bleibt nicht jeder Bissen im Halse stecken, wenn ich mit jeder Gabel, die ich mir in den Mund stecke, daran erinnert werde, wie grausam diese Discounter-Tiere leben und sterben.

Ich habe weder den Stein der Weisen noch das Ei des Kolumbus entdeckt, aber eine gute Alternative für Diejenigen, die nicht ganz auf Fleisch verzichten wollen, die sich aber auch nicht mehr an dieser unsäglichen Tierquälerei beteiligen wollen.

Hier hilft euch die Kikok Seite bei der Händlersuche in eurer Nähe:
Händlersuche

Und natürlich muss es nun nicht Kikok sein, aber es ist ein Anstoss, umzusteigen von der Discounterware zum fair gehaltenen Tier. Geht auf den Wochenmarkt, fragt in eurem Bekannten- und Freundeskreis herum, vielleicht findet ihr für euch eine noch bessere Alternative.

Und hier habe ich ein Rezept für euch für ein knuspriges Hähnchen aus dem Bratschlauch (da bleibt der Ofen schön sauber). Lasst es euch schmecken.

Du bist, was du isst

“Du bist, was du isst”, ist eine alte Weisheit, die immer mehr Menschen dazu bewegt, über ihre Ernährung nachzudenken. Es gab noch nie so viele Vegetarier und Veganer. Ich kann mich noch gut an den Beginn der Vegetarier-Bewegung erinnern, als sie als alternative Spinner abgetan wurden. Heute sieht das ganz anders aus. Neben den ethischen und moralischen Aspekten spielt der schlechte Einfluss des “roten” Fleisches auf unsere Gesundheit bei immer mehr Menschen eine große Rolle.

Der Einfluss der Gesundheit auf Krankheiten ist unbestritten, unklar ist lediglich der tatsächliche Nutzen oder Schaden, den unsere Ernährung hinterlässt.

Vielleicht reicht aber auch einfach unser eigenes, subjektives Gefühl, unsere Einstellung zu Fleisch, gesundem Essen, frischem Obst, die uns positiv beeinflusst. Letztendlich spielt es gar nicht so eine große Rolle. Wichtig ist, das wir uns gut damit fühlen. Unser Körper gut mit unserer Ernährung zurechtkommt.

Ich übe mich seit einiger Zeit in vegetarischer Ernährung, was auch ganz gut funktioniert. Wenn ich Fleisch kaufe, dann ist es vom Bio-Erzeuger aus der Region und auch nur Hühnerfleisch. Auf alles Andere kann ich verzichten. Aber einmal im halben Jahr überkommt mich die unbremsbare Lust auf das goldene M. Dann muss ich dahin! Eine Chickenbox essen mit ganz viel Chilisoße!  So what, dann isses eben so!

Was dem Einen seine Grünkernbratlinge, sind dem Anderen seine Schnitzel.

“Du bist, was du isst”

Das ist auch das neue Monatsthema auf

Einblick.ms-persönlich.de

Sabine berichtet, wie für sich Ayurveda entdeckt hat, was das bedeutet und vor allem, was es für die Ernährung bedeutet:
Nochmal neu lernen

Lara lebt schon einige Jahre in Thailand und musste sich ernährungstechnisch nochmal neu finden. Sie erklärt euch thailändische Küche und hat auch ein prima Rezept für Pad Thai für euch parat:
Mai ped, bitte!

Nils hat sich eingehend mit gesunden und ungesunden Nahrungsmitteln und auch Getränken auseinandergesetzt:
Eines Tages müssen wir alle sterben. Aber nicht an jedem anderen Tag.