Das Käsekuchen Wunder

Ich hatte ja schon mehrfach erwähnt, dass ich nicht backen kann. Gar nicht backen. Null.

Es gelingt mir nicht, macht mir keinen Spaß, ich befinde mich seit ich denken kann, auf dem Kuchenback-Kriegsfuß.

Ganz schlimm waren die Kekse-Back-Zeiten vor Weihnachten mit den Kindern.
Tagelang habe ich schon schlechte Laune geschoben. Meine Kekse waren auch immer etwas zu weich, zu hart, zu süß, zu unsüß, unlecker, krumm, schief, sonstewas irgendwie blöd und nie so schön und toll wie die der anderen Mütter.

Das geht so seit meiner frühesten Jugend bis heute, und ich habe die 50 schon eine Weile überschritten.

Nun habe ich mir ja eine Krups Prep & Cook gegönnt. Ich schrieb das ja schon mal. Und überall gibt es diese schönen Kuchenrezepte. Narrensicher und ratzfatz.

Nein, darauf falle ich ja nun nicht herein! Da habe ich ja ausreichend Erfahrung in “narrensicher” und “ratzfatz”! Bei mir hat das immer mit Frust und in der Mülltonne geendet. Ich erinnere nur an die Backmischung, die man angeblich nur noch in eine sogar mitgelieferte Papp-Backform gießen musste und in den Ofen stellen. Selbst das ist mir misslungen! Das war vor bestimmt 10 Jahren mein absolut und definitiv letzter Versuch!

So, und jetzt habe ich in meinem Zauberkessel die tollsten Sachen in kürzester Zeit und mit minimalstem Aufwand gezaubert. Wirklich! Das Ding ist klasse!

Psst, auch wenn man kochen kann, ist sie eine tolle Bereicherung! Denn Kochen kann ich! Nur backen eben nicht…..

Bis gestern!

Ich war plötzlich wild entschlossen, ein Käsekuchen-Rezept, das ich in den Weiten des Internets entdeckt hatte, in meinem Zauberkessel auszuprobieren! Ich wollte Niemandem davon erzählen, damit ich nicht wieder diese typischen Kommentare zu hören bekomme:

  • ja, ja, wusstest du doch, dass das nichts wird (O-Ton meine Familie)
  • och, das ist ja schade, versuchst es halt nochmal (alle Anderen)

Nee, das wollte ich mir ersparen, es gab nur ein Problem, ich besitze keine Springform!

Wozu auch? Ich backe ja nicht!

Also von meiner Freundin eine geliehen. Was ich damit wolle? Doch hoffentlich kein Beton-Experiment in dem teuren Backform-Teil starten? Oder irgendwelchen anderen Blödsinn? Meine Familie und Freunde sind da Einiges an Experimentierfreudigkeit von mir gewohnt!

  • Nein, ich will einen Kuchen backen.

Wortlos bekam ich die Backform.

Die Zutaten lagen in der Küche. Neben der Springform. Neugierige Blicke, genauso neugierige Nachfragen….

Das war schon der Punkt, an dem  ich das Projekt “Käsekuchen” eigentlich wieder fallenlassen wollte. Nein, aufgeben ist nicht! Eine Chance sollte die Preppie bekommen!

Also alles nach Rezept angerührt und in die Form gefüllt und nach Anweisung gebacken. Alles strikt nach Anweisung vom Rezept, alles genauestens abgewogen und in der Reihenfolge, wie beschrieben, in den Topf gegeben. So gerührt, wie es da stand und so eingefüllt, wie es da stand.

Und siehe da, nach einer Stunde Backzeit, das Wunder aus der Wasserfurchen-Straße war da, ein Käsekuchen-Wunder sozusagen:

Tadaaaaaaaa

Ein essbarer und optisch auch noch gelungener Käsekuchen!!!!

Ich bin selber ganz platt und sprachlos!!!

Er schmeckt echt ganz phantastisch! Meine Kinder sind sprachlos, mein Mann auch!
Heute wird verkostet, bin gespannt, was sie sagen zu meinem Experiment!

Hier geht es zum Rezept: Käsekuchen-Rezept