Krickeln, kritzeln, Spaß haben am Malen

  • „Ich kann nicht malen“

Etliche Jahre, eher Jahrzehnte bin ich mit diesem Irrglauben umhergelaufen. Bis meine liebe Emmie daherkam und das bißchen Talent, das in meinen Genen schlummert, aufgeweckt hat.

Und dann gibt es so tolle Seiten wie die von Clarissa Hagenmeyer, die richtigerweise einfach sagt: Malen ist Lebensfreude pur und Jede/r kann das!

Für diese genialen kleinen Bildchen braucht es lediglich Wasserfarben und einen wasserfesten Fineliner wie die Micron Stifte von Sakura.
Das Papier sollte etwas fester sein, leichter Karton zum Beispiel. Ich kaufe mir immer im Din A4 und Din A5 Format Karteikarten in Blanko. Das ist preislich und qualitativ bisher das Beste zum Ausprobieren, das ich finden konnte.

Spaß haben am Malen

Ich hatte Spaß und habe den immernoch!

Ich kann es nur empfehlen: ran an die Stifte, einfach ausprobieren!

Diese kleinen Motive eignen sich bestens für selbstgemalte Glückwunsch- oder Grußkarten, Einladungen zum Kindergeburtstag….. was auch immer euch einfällt!

Die Botschaft aus dem Handgelenk

Ich habe ja alle möglichen Hobbys, mit der Malerei habe ich mich nie beschäftigt, da ich mich für völlig talentfrei halte.

Meine Malereien sahen immer aus, als hätte ein Kind sie im stockdunklen Zimmer unter Androhung von Strafe gemalt. Kein Talent eben. Unter „Malen“ verstand ich das hier:
smiley_emoticons_fred_wand_maler

Im Herbst hatte die hiesige Volkshochschule uns Dozenten (ich gebe dort Spinnkurse) angeboten, kostenfrei an einem Kurs unserer Wahl teilzunehmen. Prima Idee!

Was für ein Kurs könnte mich interessieren?

Eine neue Sprache lernen? Och nö, die olle Tante streicht in meinem Kopf zu gern neue Vokabeln.

Oder soll ich mal einen Schmiedekurs belegen? Mit dem Hammer auf Metall einkloppen, bis es irgendwie entweder schick aussieht oder nützlich ist? Ein Seitenblick meines Mannes, versehen mit dem Kommentar:“  Du  bekommst ja nicht mal mehr eine Brauseflasche auf, wie willst du dann mit einem dicken Hammer minutenlang auf Metall einhämmern?“- beendete auch diese Idee.

Ein Tagesseminar: „Wie mache ich mir eine Hochsteckfrisur“ kam auch nicht so recht in Frage. smiley_emoticons_paris-brille-sekt

Blieben nach Abzug von Yoga (keine Lust im Moment) und Pilates (och nö) noch die Malkurse.

„Acrylmalen für Anfänger“ klang irgendwie gut.  Auch der Beschreibungstext für den Zwei-Termine-Kurs klang super.

Mit einem  Acrylmalset, wie es sie im Moment für kleines Geld überall zu kaufen gibt, bin ich mit sehr gemischten Gefühlen losgezogen, um das Malen zu lernen oder eben auch nicht.

In dem Kurs war ich die einzige wirkliche Anfängerin, alle Anderen hatten schon mehr oder weniger Erfahrung mit Farbe, Pinsel und Leinwand.

Das war beunruhigend, aber nun saß ich schon mal hier, ich konnte ja immernoch den zweiten Termin schwänzen, bevor ich es schaffte, mich vollends zu blamieren.

Aber es kam gänzlich  unerwartet ganz anders!

Unsere Dozentin war einfach klasse, sie hat es tatsächlich geschafft, das bißchen Talent, das irgendwo in meinen Synapsen schlummerte, zu wecken und auf die Leinwand zu projezieren.

Ich konnte malen! Wirklich malen!

Seitdem sitze ich mehr vor der Leinwand als irgendwo anders. Ich male, zeichne, probiere Collagen, experimentiere mit Farben und lebe in einer neuen Welt!

Ich werde nie eine van Gogh sein oder ein Picasso, bzw. Picassoline, aber es macht sehr viel Spaß und wird ganz akzeptabel:

Hirsch

Tiger_Wuestensand  rosa_Bluetenlila_Bluete

Leute, schnappt euch Farbe und Pinsel und begebt euch mal in einen Malkurs! Mit etwas Glück entdeckt ihr dort eine neue Welt, die „Kunst macht glücklich“ heißt.