Kognition kommt beim Spielen

Ja, das ist wirklich wahr!

Einblick.ms-persönlich beschäftigt sich diesen Monat mit Tipps und Tricks zum Thema Kognition.

Welche Techniken, Tipps oder Tricks haben wir Blogger auf Lager, um unsere Kognition zu trainieren?

Zahlenrätsel? Sudokus? Kreuzworträtsel?

Weit gefehlt! Kognitionstraining kann so viel spannender, kurzweiliger, lustiger sein!

Alex ist eine Prestige Meisterin!! Worin? Lest es selber!

Hedshot! Voll ins Knie!

Alex Sohn Silas schreibt über seine Mutter und wie er es findet, dass sie so gut im Playstation spielen ist:

Wie, du bist fünf Level über mir?

Lara beschreibt, was das Roller fahren in Thailand für sie bedeutet, welche Gefühle es auslöst, mobil zu sein und auch zu bleiben:

Vom Roller fahren, Mobilität und Kognitionstraining

Gina hat etwas ganz Besonderes begonnen, ich habe großen Respekt vor dieser Leistung!

Was ein Cello mit der MS zu tun hat.

Und nicht zuletzt meine “Trainingsmethode”, die der von Alex doch sehr ähnlich ist, obwohl ich von “Prestige” noch so weit entfernt bin wie die Sonne von der Erde!

Let´s play – lass uns spielen!

Egal, für was ihr euch entscheidet, es gibt so viele Möglichkeiten, die Kognition zu trainieren, sucht euch einfach das heraus, was euch am meisten Spaß macht!

Auf Einblick.ms-persönlich gibt es noch viele weitere Tipps und Tricks!


Neues Jahr, neues Glück

Das Jahr ist erst wenige Tage alt und Viele von uns werfen ihre guten Vorsätze bereits über Bord. Macht das überhaupt Sinn? Jedes Jahr an Silvester Dinge zu beschließen, die unser Leben besser, gesünder, lebenswerter machen??

Sinn macht es immer dann, wenn es tatsächlich UNSER Leben verbessert und nicht das Leben eines anderen Menschen. Aber braucht es dafür einen besonderen Tag? Kann ich nicht auch am 7. April oder am 12. November beschließen, dass ich etwas ändern will?

Klar kann ich das!! Das wäre sogar sehr sinnvoll, weil auf Silvester mit der Umsetzung warten, bedeutet schlicht Zeit verlieren, das Ziel aus den Augen zu verlieren. Uns droht der Untergang des guten Vorsatzes!

Aber vielleicht war er ja dann gar nicht so gut. Der Vorsatz. Also wenn ich Silvester schon gar nicht mehr weiß, ob die Idee, die ich vielleicht im April hatte, noch so gut ist????

Ja, und so gehen sie dahin, die Möglichkeiten, die Chancen, die Ideen, das Feuerwerk im Kopf! Und das wäre doch wirklich schade, oder?

Das Bloggerteam auf Einblick. ms-persönlich hat sich Gedanken zu diesem Thema gemacht. Herausgekommen sind gar nicht soooo unterschiedliche Einsichten, Voraussichten, Rücksichten oder Gedanken.

Neues Jahr, neues Glück!


Welt MS Tag

Moin, Moin,

es ist Welt MS-Tag!!

Speziell zu diesem Tag hat MS Persönlich ein YouTube Format erstellt mit einem Kognitionstrainer.

Schaut euch an, was ihr tun könnt, wenn die Hände nicht mehr so wollen, wenn das Gedächtnis “spinnt” und wie ihr euch und euren Brain auf Vordermann bringt:

Kognitionstraining bei MS

Die wenigsten Erkrankten mögen über ihre kognitiven Defizite sprechen. Es ist einfach peinlich, wenn man die einfachsten Dinge vergisst. Ein Name fällt dir nicht ein…..ich habe tatsächlich Angst, dass mir eines Tages der Name eines meiner Kinder oder Enkelkinder nicht auf Anhieb einfällt!

Oder die Koordination stimmt nicht mehr, dauernd fällt dir etwas aus den Händen. Ich habe auf diese Art und Weise meine Weingläster geschlachtet. Eines nach dem Anderen!

Worte purzeln durcheinander, Buchstaben führen ein merkwürdiges Eigenleben und entwickeln absurde Wortkonstruktionen.

Das musst du nicht hinnehmen!

Da gibt es etwas, das du tun kannst!

Trainiere deine Kognition!

Jetzt!

Echt? MS????

Die Frage wird immer wieder gestellt, wenn ich mich oute und sage, dass ich Multiple Sklerose habe. Danach folgt eigentlich fast immer betretenes Schweigen.

Mit diesem Thema beschäftigt sich das neue Monatsthema auf der Seite

Einblick.MS-persönlich.de

Erhaltet Einblicke in das Dasein als MS-Betroffene/r oder als Angehörige/r.

Es ist bei Weitem nicht alles schlecht, was unsereins widerfährt, aber die Reaktionen der Mitmenschen sind manchmal schon schwer zu verdauen.

Samira vom Blog Chronisch fabelhaft lässt euch in ihre Gefühlswelt schauen:

Echt MS- warum diese Reaktion mich nicht mehr verletzt (aber trotzdem nervt)

Swenjas Mutter Bärbel berichtet über den Tag, an dem sie erfuhr, dass ihre Tochter MS hat und wie das Leben trotzdem weiterging:

Gedanken einer Mutter nach der Diagnose MS, die ihre Tochter erhielt

Ihr findet auf der Seite noch viele interessante Beiträge zum Thema Echt MS????

Von Angehörigen für Angehörige

Das ist das neue Thema auf Einblick.ms-persönlich.de

Angehörige schreiben über ihre Erlebnisse, Erfahrungen und ihre Gefühle zum Thema MS. Tolle Geschichten und Bilder!

Wenn eine Krankeit wie MS in das Leben bricht, ist immer das ganze Umfeld mit betroffen, das vergessen leider auch manchmal die Betroffenen, dass es Angehörige gibt, die genauso mitfühlen, mitleiden und die die gleichen Ängste haben wie der Erkrankte selbst. In diesem Monat kommen Angehörige zu Wort:

Meine Tochter Caro schreibt über ihre Gefühlswelt als Angehörige:
Wenn der Humor die Farbe wechselt

Mein Mann schreibt aus seiner Sicht:
1000  Gesichter der MS, aus der Sicht des Angehörigen

Wie die Einstellung zur MS  alles ändern kann, schreibt Sabines Mann Stjepan
Give me a new mind

Und zwei neue Kolumnen berichten aus dem Alltag mit MS

Heike schreibt über bleierne Müdigkeit:
Ich kann mich nicht erinnern, wie es sich anfühlt, nicht müde zu sein

Alex über Vergesslichkeit:
Ist das wirklich nur Schussligkeit?

 

Selbstliebe und MS

Einblick.MS-persönlich hat ein superschönes Thema in diesem Monat:

Selbstliebe und MS

Es ist doch das Schönste, wenn man sich selber liebt, oder lieben kann. Dann ist man mit sich im Reinen.

Wenn ich mich selbst nicht liebe, wie sollte es dann Jemand Anders können?
Damaris Wieser, deutsche Lyrikerin

 

Meine Tocher Caro hat einen schönen Beitrag dazu geschrieben, schaut hier:

Wenn Schönes und Unschönes so nah beieinander liegen

Paola, Heike, Lara und Christine haben das Thema in wundervolle tolle Beiträge verpackt.

Selbstliebe & MS

Laras kurzes Video dazu ist sehr einfühlsam und gefühlvoll.

Selbstliebe Laras Video

 

Welt MS Tag

 

Ich bin zu spät, einen Tag genau! Welt MS Tag. Da kann man mal sehen, wie weit weg manchmal die MS für mich ist. Obwohl sie mir gestern erst einen üblen Streich gespielt hat.

Aber hey!! Ich will euch auf eine tolle Aktion aufmerksam machen. Unser Blogger Team von Einblick hat zum Welt MS Tag eine tolle Mutmacheraktion gestartet.

Seht es euch an!

Einblick zum Welt MS Tag

 

Vielleicht bis ungefähr

Manchmal bin ich päpstlicher als der Papst, dann will ich es ganz genau wissen, dann reicht mir ein “Vielleicht” oder ein “Ungefähr” oder auch ein “in etwa” nicht aus.

Dann will ich auf den Punkt genau eine Antwort, die Wahrheit, das Ergebnis, die Summe.

Die vielen “Ungefährs” stiften nur Verwirrung. Wenn ich erfahre, dass ich ungefähr noch die nächsten 10 Jahre in recht guter Verfassung leben kann, dann stimmt mich das nicht so hoffnungsvoll, wie man erwarten könnte.

Es ist doch schön, so eine gute Prognose zu haben. Oder etwa nicht?

Das Wörtchen “ungefähr” nagt an mir, hallt in meinem Kopf dauernd nach und schreit nach Aufmerksamkeit.

Was heißt das denn?

“Ungefähr”……unter Wiktionary finde ich als eine mögliche Behauptung: “unvorhersagbar”

“Unvorhersagbar” bedeutet ja, mein Gegenüber hätte sich die ganze Prognose sparen können. Genauso gut kann ich übermorgen aus den Latschen kippen, das wäre dann immernoch innerhalb der Prognose von “ungefähr in 10 Jahren, weil es ist ja unvorhersehbar”.

Mmmhhh…..schwierig…..

Was frage ich dann eigentlich nach?  Ein Arzt wird sich bei der Frage nach dem weiteren Verlauf meiner MS mit vielen “öööhs” und “ääähhs” und “ungefährs” aus der Affäre ziehen. Was bleibt ihm auch Anderes übrig? Hat er ja selber keine  Ahnung, wie lange so ein durchschnittlicher MS-ler durchhält. Oder wann eine  Entzündung im Hirn oder der Untergang eines Nervs ein wichtiges Zentrum im Kopf trifft.

Manchmal sind krank Gewordene eine echte Pest für den Arzt. Sie fragen Dinge, die kein Mensch beantworten kann.

Dafür gibt es dann die “ungefährs”, die “vielleichts” und das “in etwa”.

Mag sich der Patient beschweren, beschwere er sich lieber über die eigene dämliche Frage.

Wenn ich meinen Arzt frage, wie lange ich noch so munter leben kann, dann ist das so, als würde ich fragen, ob Gott nochmal auftaucht.

Schlauer Mensch, der sich das ausgedacht hat mit den “ungefährs”, den “vielleichts” und dem “in etwa”…..

 

 

Schau mir in die Augen, Kleines

Gestern war unser Halbjahres-Workshop in Darmstadt. Ich bin Teil des Blogger Teams bei Einblick.

Einblick.MS-persönlich

Es ist immer wieder toll, wie sich die Gruppe gegenseitig inspiriert und wie die Ideen nur so sprudeln!

Inzwischen gibt es auch einen tollen Trailer, den ihr euch hier ansehen könnt:

Trailer zu Einblick.MS-persönlich

Eines unserer Themen war Angst.

Ich denke nicht oft darüber nach, aber nun ist er da. Der Gedanke an alles Mögliche, das Angst macht.

Mir war ganz und gar entfallen, dass ich eigentlich immerzu Angst vor irgend etwas habe. Es ist nicht so, dass ich von morgens bis abends herumlaufe mit dem Tier “Angst” im Nacken.

Aber so tief in der Magengrube, da wo es dunkel und immerzu ein wenig unheimlich ist, da liegt sie auf der Lauer, die Angst.

Meine größte und auch diffuseste Angst, ist, zu erblinden aufgrund der MS. Der Sehnerv liegt recht ungeschützt herum und ist anfällig für Entzündungen. Der Gau ist dann die vollständige Erblindung.

blind

Manchmal nachts, wenn es wirklich ganz dunkel ist, wenn die Straßenlaternen aus sind, der Mond nicht scheint, und ich auf der dem Fenster abgewandten Seite liege und des Nachts aufwache, ist es für einen Moment absolut dunkel. Mein erster Gedanke ist immer:

  • “Bitte lass es so dunkel sein und lass diese Dunkelheit nicht von meinem Innern kommen!”

Bisher hat das immer geklappt, ich wünsche mir nichts mehr, als dass es so bleibt. Ich kann mittlerweile so ziemlich alles akzeptieren, was die olle Tante mit mir anstellt. Aber Blindheit?

Da hört meine Vorstellungskraft einfach auf.

blindenpunkte

Aber mal ganz im Ernst, bis vor einigen Jahren hätte doch ein Rollstuhl auch nicht in dein Weltbild gepasst.

Ja, das stimmt, aber Blindheit ist nochmal eine ganz andere Nummer. Nichts von dem, was ich momentan so gerne tue, würde dann funktionieren. Ich könnte nicht malen, stricken, spinnen, Kurse geben, im Lädchen sein….

Ich muss überlegen: stricken und spinnen geht doch ohne Augenlicht! Das braucht nur Übung!

Ich will mir das nicht überlegen und auch nicht vorstellen!

Bitte liebe olle Tante, mach was du willst, steck mich in den Rollstuhl, von mir aus schlag mich mich Inkontinenz und Vergesslichkeit, aber lass meine Augen in Ruhe!

augen

Davor habe ich Angst! Olle Tante, hörst du?

Mmmpf, ich kann die olle Tante bitten und betteln, ich kann meinen Neurologen nerven oder ständig überprüfen, ob ich schwarze Blöcke, Streifen oder gar nichts mehr vor Augen habe. Niemand kann das versprechen, vorhersagen oder gar ausschließen.

Rein theoretisch kann ich morgen aufstehen und blind sein.

Praktisch auch.

MS ist Scheiße.

Planungen

Die Welt ist groß, bunt und voller Fragen.

Wenn ich morgens durch den Wald stratze, frage ich mich solche Dinge wie:

Woher weiß ein Eichhörnchen, wann es aufhören kann Nüsse zu sammeln? Woher weiß es, wann die Nüsse für den Winter ausreichen?

Oder sammelt es einfach Nüsse, bis es keine mehr findet oder bis es ich zur Winterruhe begibt?

Eichhörnchen

Plant ein Vogel seinen Tag?  Stellt er eine Art Überlegung an:

-” Oh, Futter ist alle, ich muss los, welches suchen!”

Oder sowas wie:

-“Oh Frühling, ich baue mal ein Nest, mach mich hübsch und übe dann schön trällern, falls es noch nicht dunkel ist?”

Überlegt ein Wildschwein, ob es sich lieber in die nächste Suhle schmeißt, oder ob es sich doch lieber auf die Suche nach etwas Fressbarem macht?

Oder ist das ausschließlich menschlich?

Meistens bekommt  ein Mensch nicht mal die Planung des nächsten Satzes hin, der ihm oder ihr aus dem Mund purzelt.

Oder die Überlegung setzt erst  hinterher ein, was der Sache dann auch nicht mehr dienlich ist.

Nutzt es was, wenn ein Mensch mit MS seinen Tag oder gar ein Leben damit plant?

Oder soll der/die einfach so in den Tag hineinleben und soll froh sein, wenn alle sieben Sinne in der nächsten halben Stunde noch halbwegs intakt sind?

Wie weit soll oder kann Mensch vorplanen?

Letztens habe ich folgendes Statement dazu  gelesen:

“Chronisch kranke Menschen oder Patienten mit einer lebensbedrohlichen Krankheit sollten höchstens ihren Tod planen. Das Leben sollten sie dankbar jeden Tag so nehmen, wie es ist.”

erhobener Zeigefinger

Da kann ich blau, grün und ganz und ganz und gar dunkelrot ärgerlich bei werden.

Bin ich ein Vogel, ein Eichhörnchen oder ein Wildschwein?

Planen ist menschlich. Es ist noch nicht einmal das Recht dazu nötig. Selbst ein Mensch in der allerentrechteten Zone kann planen. Planen findet im Kopf statt.

Wenn es mich glücklich und sicherer macht, dann plane ich, wenn ich lieber in den Tag hineinlebe, dann bin ich eben ein Eichhörnchen, ein Vogel oder ein Wildschwein. Wobei die Frage der tierischen Planung sicher noch einer Studie bedarf! Oder schon bedurft hat? Vielleicht ist die Frage längst geklärt und ich mache mir umsonst einen Kopf darum?

Das ist pupsegal. Zumindest in Bezug auf meine Planungen.

Ich habe auf jeden Fall ganz fest geplant, noch ganz schön lange auf der Erde herumzuwandern.

Über meinen Tod habe ich mir tatsächlich Gedanken gemacht und diese auch der Nachwelt in Form einer Patientenverfügung oder Vorsorgevollmacht kundgetan.

Bääääähmmm, da hast du es, du Spielverderber!

Wer auch immer diesen hässlichen Satz (siehe oben, kursiv gesetzt) vom Stapel gelassen hat, der soll ganz langsam vor einem vollen Teller Spaghetti verhungern!  (Das wäre der schlimmste Tod, den ich mir vorstellen kann )

In der Zeit, die das dann dauert, plane ich unseren nächsten Urlaub…..

VW Bus