Träume und MS

Ja, Träume und MS, passt das überhaupt zusammen?
Sollte man sich den Luxus tatsächlich gönnen? Wo doch eh alles vorbei ist mit so einer Krankheit im Hintergrund? Und manchmal auch im Vordergrund?
Ist es da nicht besser, sich seinem Schicksal zu ergeben, anstatt Luftschlösser zu bauen?

Ganz im Gegenteil!

Einblick.ms-persönlich beschäftigt sich in diesem Monat mit dem Thema Träume.

Lara zeigt euch eindrucksvoll, wie  man trotz MS um die Welt kommt und was das Wort “aber” mit uns anstellt
Aber. Ein Wort. Vier Buchstaben. So eine große Macht.

Alex schreibt über ihr Heimweh und ihren Traum, wieder in ihre Heimat zurückzukehren.
Es ist nirgends schöner als daheim.

Gina trägt sich mit Schnapsideen, die sie umsetzen will oder eben auch nicht.
Träume sind erst dann stark, wenn sie wahr werden.

Maren reflektiert in ihrem Beitrag über ihre Tochter Gina ihre Sicht zu den Träumen von Gina
Egal was kommt, meine Tochter wird es meistern.

Wolkenkuckucksheim ist immer eine Reise wert. Und wer keine Träume hat, kommt am Ende wohl Nirgendwo hin, mit oder ohne Multiple Sklerose.

Reisen und MS

Da ich ja nun doch schon einige Erfahrungen mit unterschiedlichen Reisezielen gesammelt habe, bilde ich mir doch tatsächlich ein, ich kann euch einige nützliche Tipps dazu geben.

Mit der ollen Tante MS zusammen zu verreisen ist weder kompliziert, noch irgendwie unmöglich.

Es geht genauso, wie ohne. Na ja —–fast……

Das olle Mädchen braucht halt ein paar spezielle Goodies im Urlaub, damit sie sich wohlfühlt und nicht ausgerechnet dann  rumzickt, wenn man es am allerwenigsten braucht.

Aus meiner Erfahrung würde ich mit MS nicht ins Hochgebirge fahren, das ist  für den Körper eine große Anstrengung. Ich würde auch nicht in Länder fahren, die keine ausreichende medizinische Betreuung im Notfalll gewährleisten oder die über eine extrem hohe Luftfeuchtigkeit verfügen. Wenn ihr in die Tropen wollt, dann würde ich das mit meinem Arzt besprechen.

Das ist meine ganz persönliche Wertung, natürlich könnt und sollt ihr dahin fahren, wo ihr wollt. Macht einfach alles, was euch Spaß macht, fahrt dahin, wo ihr unbedingt hinwollt. Bereitet euch aber gut vor, damit aus eurer Traumreise kein MS-Albtraum wird. Die olle Tante reagiert sehr zickig auf Klimaveränderungen.

Ich habe euch zusammengestellt, wie meine Erfahrungen aussehen, wie ich meine Reisevorbereitung gestalte und was mir zu dem Thema so durch den Kopf geht.

Reisen und MS

Dalmatien im Spätsommer

“I´ll be back”, wie der Terminatorkenner sagt.

Unser Urlaub ist zu Ende, vier Wochen Dalmatien in seiner schönsten Form liegen hinter uns.

Als der liebe Gott gute Laune hatte, hat er sich Dalmatien ausgedacht.

Das könnte man meinen. Es ist soooo sooo schön dort! Ein strahlend blauer Himmel über türkisfarbenem Wasser! Kaum zu glauben, dass es das wirklich so gibt!

Wir hatten uns  die Halbinsel Pelsejac zwischen Split und Dubrovnik ausgesucht. Sie ist entweder mit dem Auto oder mit der Fähre zu erreichen. Wir haben uns auf der Hinfahrt für die Fähre entschieden. Das das eine gute Entscheidung war, habe ich spätestens bei der Ankunft in Trpanj bemerkt. Es ist, als ob du im Orient ankommst, Palmen, Bougainvilleen, Olivenhaine, Mandarinenbäume und  die typisch mediterane Bebauung. Einfach traumhaft!

Ich hatte ein wenig Bammel vor der Wärme Tag und Nacht, aber das war unbegründet. Die Wärme dort ist nicht mit unserer schwülen Briete, die einem auf der Brust zu liegen scheint,  zu vergleichen. Ja, es ist warm, aber trocken warm und es weht fast immer eine kleine Brise. Herrlich! Ich habe es prima vertragen.

Wir haben Ausflüge nach Ston und Dubrovnik gemacht, immer an der Küste entlanggefahren, das allein war schon die Ausflüge wert.

Einer der schönsten Tage, die wir in Dalmatien hatten, war unser Bootstrip nach Korcula, das Inselchen, das Pelsejac gegenüberliegt. So etwas Schönes! Wie eine kleine Märcheninsel im blauen Wasser! Toll, schaut euch einfach die Bilder an.

           

Das Essen in Dalmatien ist nicht so sehr meins, ich bin schon ein wenig ein Essensterrorist. Viel zu fleischlastig, und wenn es nur ein wenig nach altem Fett riecht oder sonstwie komisch, dann bin ich schon raus, ich habe auch immer wenig Vertrauen in die Einhaltung der Kühlkette in südlichen Ländern, so dass ich mich leider an Fisch nicht herangetraut habe. Die Vorstellung, tagelang über einem Eimer und auf dem Klo zu verbringen, hat mich davon abgehalten. Bestimmt bekloppt, aber war so!

So habe ich Brötchen mit Butter und Pizza Margaritha gegessen, das war so grob gesagt meine Ernährung in den vier Wochen, neben Obst und Gemüse natürlich!

Wir haben supernette Bekanntschaften gemacht, aber auch ein paar sehr merkwürdige Vertreter der menschlichen Rasse kennengelernt, ein Campingplatz ist eine Art Schmelztiegel, du kommst recht unmittelbar mit Leuten in Kontakt. Du siehst, was sie so den ganzen Tag treiben, wann sie essen, vielleicht schlafen oder wie sie sich anderweitig den Tag vertreiben. Was übrigens gar nicht schwer fällt, das Meer und das Wetter bieten einen Haufen Möglichkeiten, entspannt den Tag zu genießen.

Apropos Entspannung, der dalmatische Kroate an sich ist recht entspannt, von Hektik ziemlich weit entfernt. Das muss einfach am Klima liegen, dass Südeuropaer einfach entspannter sind.

Lotti hat die Zeit am Meer geliebt, sie liebt Schwimmen! Herrlich zu sehen, wie glücklich unser Bordermädchen ist!

Leute, wenn ihr mal so drei Wochen am Stück frei habt und nicht wisst, was ihr anstellen sollt, dann fahrt nach Dalmatien! Es IST traumhaft!